Eclipse: Edge of Light

Google Daydream Spiele
8

VR-World Rating

9.5

VR-User

Das große Werfen

In Eclipse: Edge of Light strandet ihr auf einem fremden Planeten, den ihr langsam erkundet. Mit Hilfe eines Artefakts lernt ihr mehr über den Planeten und dessen Geheimnisse. Warum es sich dabei um das momentan beeindruckendste Spiel für Google Daydream handelt, klären wir im Test.

Aus der Egoperspektive eines Astronauten, der die Bruchlandung überlebt hat, streift ihr in Eclipse: Edge of Light über die Planetenoberfläche, durch Höhlen und Bauwerke einer ausgestorbenen Zivilisation. Gleich zu Beginn erhaltet ihr ein kugelförmiges Artefakt über das ihr mit der mysteriösen Welt von Eclipse interagiert. Der Jetpack eures Raumanzuges ermöglicht euch zudem für kurze Zeit durch die Luft zu schweben, bevor er sich regeneriert und bremst zudem automatisch euren Fall aus größeren Höhen ab.

Eclipse: The Solus Project

Die Geschichte, in die Eclipse: Edge of Light euch versetzt, ist zum einen ein Hauptaspekt des Spiels und zum anderen durchschaubar wie Plexiglas. Dabei gibt es keinen Erzähler, der euch Stück für Stück durch die Welt führt. Stattdessen erzählen verschiedene in der Welt verteilte Tafeln und Statuen, die ihr mit eurem Blick abscannt, eine Geschichte über Machthunger und Unterdrückung. Ihr seid die einzige Chance, den ewigen Kreis dieser Geschichte zu durchbrechen, in dem ihr irgendwie die bevorstehende Sonnenfinsternis verhindert.

Das andere Augenmerk von Eclipse: Edge of Light stellt die Spielwelt dar. Stimmig im Stil und nahezu monumental in ihrer Darstellung fühlt ihr euch unbedeutend und klein. Gebäude, Eingänge, Statuen und sonstige Gegenstände stehen in einem glaubwürdigen Größenverhältnis zu eurer Spielfigur. Die Spielwelt verbreitet dabei eine ähnlich tolle Atmosphäre wie der Survival-Titel The Solus Project. Wir empfehlen, Eclipse: Edge of Light im Stehen zu spielen, da sonst dieses großartig umgesetzte Gefühl verloren geht.

Screenshot von Eclipse: Edge of Light mit einem Tempeleingang, der von zwei Statuen umrahmt wird.

Aus den Überresten einer vergangenen Zivilisation stückeln wir die Geschichte von Eclipse: Edge of Light zusammen. / © White Elk

Stehende Bewegungsfreiheit

Um die stimmige Spielwelt erkunden zu können, bedarf es einer guten Fortbewegungsmethode. Entwickler White Elk verzichtet hier auf Teleportation oder vorgegebene Bewegungsgpunkte, sondern gibt euch wortwörtlich die Bewegungsfreiheit an die Hand. Dabei funktioniert das Touchpad der Google Daydream View-Fernbedienung wie die bekannte WASD-Steuerung auf der Tastatur. Legt ihr euren Finger in den oberen Bereich des Touchpads, bewegt ihr euch vorwärts, mit dem Finger im rechten Bereich nach rechts und so weiter. Drückt ihr dabei das Touchpad, aktiviert ihr euren Jetpack und schwebt kurze Zeit durch die Lüfte.

Diese Umsetzung wirkt in den ersten Minuten etwas gewöhnungsbedürftig, da ihr stillsteht, während ihr euch im virtuellen Raum bewegt. Dieses Gefühl verschwand bei uns aber ziemlich schnell. Um das Auftreten von Virtual Reality Motion Sickness zu minimieren, geben euch die Entwickler verschiedene Möglichkeiten, euer Sichtfeld zu verkleinern. Im Menü entscheidet ihr, ob ihr den Helm eures Raumanzugs dauerhaft sehen wollt oder ob ihr ein uneingeschränktes Sichtfeld wünscht.

Screenshot von Eclipse: Edge of Light. Eine schemenhafte Gestalt zeigt, was hier passiert ist.

Neben Tafel erzählen uns schemenhafte Gestalten, was an bestimmten Orten der Spielwelt passiert ist. / © White Elk

Der Helm erhöht unserer Meinung nach nicht nur die Immersion, sondern erlaubt euch, eine weitere Funktion hinzu zu schalten. Aktiviert ihr den Menüpunkt Iris verkleinert sich euer Sichtfeld nochmals während ihr euch bewegt. Somit bietet euch Eclipse: Edge of Light zu seiner speziellen Art der virtuellen Fortbewegung verschiedene Sichtfeldoptionen, über die ihr Motion Sickness minimiert.

Baseball: Edge of Light

Bei den Spielmechaniken setzt Eclipse: Edge of Light neben dem Erkunden der Spielwelt und dem Erlebnis der Geschichte zusätzlich auf eure Wurf-Skills. Diese VR-typische Mechanik setzt ihr dazu ein, euer Artefakt auf Vasen, Schalter oder an Wände zu werfen. Eure Wurfbewegung wird dabei von der Fernbedienung in ihren Grundzügen erkannt. Das bedeutet, dass eure Wurfstärke oder der Winkel nicht immer mit der virtuellen Umsetzung übereinstimmt. Dabei ist Eclipse sehr kulant und selbst ungenaue Würfe erreichen meist ihr Ziel.

Screenshot von Eclipse: Edge of Light. Durch Vertikalität kreiert der Entwickler eine beeindruckende Spieltwelt.

Die Spielwelt von Eclipse: Edge of Light setzt auf Vertikalität und wirkt so ziemlich beeindruckend. / © White Elk

Damit ihr nicht einfach sorglos über den unbekannten Planeten spaziert, setzt euch Eclipse: Edge of Light kleinere Aufgaben vor die Nase. Rätsel würden wir diese Aufgaben nicht nennen, denn es geht meist darum alle Gegenstände zu zerstören, um euer Artefakt mit magischer Energie aufzuladen, die dann eine Tür öffnet oder kleinere Schalterpuzzle zu lösen. Viel Hirnschmalz benötigt ihr für diese Einlagen nicht. Das ist durchaus in Ordnung, denn ihr konzentriert euch dadurch wesentlich besser auf Spielwelt und Geschichte.

Polygonprotz und Pixelpusher

Technisch bringt Eclipse: Edge of Light unser Google Pixel XL an seine Grenzen. Die lineare, aber dennoch große Spielwelt fordert vor allem dann Tribut, wenn wir uns schnell von einem Abschnitt zum Nächsten bewegen. Durch das Laden der neuen Areale gerät unsere Erkundungstour für wenige Momente ins Ruckeln, fängt sich aber schnell wieder. Texturen werden nur in unserer näheren Umgebung wirklich scharf, aber das ist Gemecker auf hohem Niveau.

Screenshot von Eclipse: Edge of Light: Ein Raum voller Köpfe, die uns mit ihrem Blick verfolgen.

Viele Räume besitzen eine ganz besondere Atmosphäre und erzählen einen weiteren Teil der Geschichte. / © White Elk

Eclipse: Edge of Light lässt technisch die Muskeln spielen und zeigt, was mobile Virtual Reality leisten kann. Dabei verpacken die Entwickler von White Elk ihre im Programmcode verewigte Finesse in ein sehr ansprechendes Spielgewand. Zwar versetzen weder das Gameplay noch die Story Berge, beide machen zusammen mit der großartigen Spielwelt und Atmosphäre aus Eclipse aber weit mehr als eine weitere VR-Technikdemo.

Hier findet ihr Eclipse: Edge of Light:

Das ist gut

  • Beeindruckende Spielwelt
  • Dichte Atmosphäre
  • Sehr gutes Mittendringefühl

Das geht besser

  • Nachladeruckler

Fazit

Eclipse: Edge of Light zog mich relativ schnell in seinen Bann. Die Spielwelt beeindruckt mich noch immer und bescherte mit beim Spielen ein wenig Nackenschmerzen vom dauernden nach oben schauen. Spielerisch fehlt dem Abenteuer etwas an Abwechslung, dennoch gibt es für Google Daydream momentan keine bessere Spielwelt, in die ihr euch begeben könnt.
8

VR-World Rating

Gameplay: 7
Steuerung: 8
Immersion: 8
Story: 7
Grafik: 9
Sound: 9
Umfang: 9

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