Doom VFR (HTC Vive)

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9

VR-World Rating

10

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Doom VFR im HTC Vive-Test: Next-Level-Doom!

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Ihr habt schon viele Shooter in Virtual Reality gespielt? Ihr glaubt, ihr habt schon alles gesehen? Das nicht: Die Splatter-Orgie Doom VFR hebt den Kult-Shooter aufs nächste, aufs Virtual-Reality-Level!

Hinweis: Dieser Test zu Doom VFR beleuchtet nur die wichtigsten Unterschiede zur PSVR-Version. Lest den Test zu Doom VFR auf der Playstation VR für das vollständige Bild.

Doom ist nichts für schwache Nerven, soviel sei gleich zu Beginn gesagt. Schon die Anfangssequenz, in der wir dem Ableben des Protagonisten Dr. Peters beiwohnen, treibt unseren Blutdruck in die Höhe. Und auch die folgenden, teils düsteren Gänge, durch die wir uns in Doom VFR schießen müssen, sorgen bei zartbesaiteten Gemütern für Panikanfälle. Allerdings gibt’s für Angsthasen einen Trick: Stellt in den Einstellungen das Gamma hoch – dann spielt es sich gleich viel angstfreier.

Das Kabel nervt!

Die hervorragend animierten und beeindruckend furchteinflößenden Höllenwesen kommen von überall – auch von hinten. Darum müssen wir uns auch im raumfüllenden VR häufig drehen und wenden. Selbst wer sich an das Kabel zwischen VR-Brille und PC gewöhnt hat, wird hier aufgrund des extrem schnellen Gameplays die blöde Strippe kräftig verfluchen. Für so ein Spiel wäre ein Kabelkiller wie der teure TPCast Wireless Adapter wirklich hilfreich.

Bei derartigen Dämonen-Brocken muss auch mal eine Granate herhalten.

Bei derartigen Dämonen-Brocken muss auch mal eine Granate herhalten.

Es soll zwar eine Möglichkeit geben, per Button um 180 Grad zu drehen, das gilt aber wohl nur für die Gamepad-Steuerung, mit den Vive Motion-Controllern geht das nicht. Eine Full Locomotion-Option gibt es übrigens auch nur mit Gamepad, nicht aber für die Bewegungs-Controller.

Überwiegend gute Steuerung

Alle anderen Bedienungsoptionen sind sehr gut gelöst. Wir haben ein übersichtliches Menü für unsere Aufträge und eine 3D-Karte, die uns perfekt zu unseren Missionszielen leitet. Drücken wir das rechte Touchpad, erscheint unser Waffenrad. Mit dem Daumen streichen wir in Richtung der Waffe, die wir haben wollen und wählen sie durch erneuten Druck aufs Touchpad aus. Keine Panik: Während der Waffenwahl pausiert die Zeit.

Die Handhabung der Waffen ist nicht für Kimme & Korn gedacht, dafür halten unsere ingame-Hände die Wummen viel zu steif. Allerdings haben wir eh keine Zeit, einem Höllenmonster die Augen einzeln auszuschießen, weshalb wir über die recht steife, horizontale Waffenhaltung schnell hinwegkommen.

Die Widersacher wirken in Doom VFR noch viel fieser als im normalen Doom.

Die Widersacher wirken in Doom VFR noch viel fieser als im normalen Doom.

Waffen lassen sich mit Mods aufwerten, was coole Attacken wie eine Dreifach-Schussfolge aus der Shotgun ermöglicht. Um das zu nutzen, halten wir die Griptaste gedrückt und wenn sich die Mod aufgeladen hat, feuern wir per Trigger. In Verbindung mit den tollen Animationen der Mods an den Waffen ist das super gelungen.

Die beste Grafik kommt aus der Hölle

Überhaupt ist die Grafik der letzte VR-Schrei – vor allem wenn ihr mit einem entsprechend starken Rechner alle Regler auf Anschlag stellt (Achtung: Minimale Anforderung ist eine NVidia GTX 1070, wir selbst haben mit einer GTX 1080 Ti getestet). Dass die Monster grandios gemacht sind, haben wir schon bemerkt. Grafikeffekte wie Nebel, Rauch, Funken und ähnliches sind ganz exquisit gelungen. Und auch die Levels strotzen nur so vor scharfen Details und bieten wohl einige der aktuell besten VR-Umgebungen, die wir bisher gesehen haben.

Insgesamt können wir ganz klar sagen, dass Doom VFR ein waschechtes Doom ist. Nein, das ist nicht ganz richtig: Es hebt Doom eigentlich auf ein ganz neues Level. Mit rechts ballern wir die Monster in Stasis, mit links teleportieren wir uns in sie rein und erzeugen einen ordentlichen Regen aus Fleischbrocken. Dann werfen wir eine Granate, dashen zur Seite und jagen Raketen in den nächsten, stockwerkhohen Fettwanst aus dem Höllenreich.

Hin, her, vor, zurück: Ohne jede Motion Sickness heizen wir in halsbrecherischem Tempo durch die Levels und zerfetzen alles, was sich uns in den Weg stellt. Das ist echtes Doom und das ist – mit Verlaub – ziemlich geil.

Hinweis: Die Oculus Rift wird derzeit nicht offiziell unterstützt! Trotzdem könnt ihr mit der Rift Doom VFR spielen, wenn ihr euch auf Steam in die SteamVR-Beta einschreibt. Wie das geht, erklären wir euch im verlinkten Artikel.

Den Virtual Reality-Shooter Doom VFR erhaltet ihr für HTC Vive auf Steam.

Das ist gut

  • Großartige Grafik
  • Tolle Effekte
  • Feine Animationen
  • Beeindruckende Monster
  • Feinste Doom-Action
  • Richtige Kampagne ...

Das geht besser

  • ... die viel zu kurz ist
  • Kleinere Steuerungs-Macken
  • Steife, horizontale Waffenhaltung
  • Hohe Systemanforderungen
  • Kein Multiplayer

Fazit

Ich gebe zu: Ich bin extrem schreckhaft und brauchte einige Eingewöhnung (und einen deftigen Gamma-Schub), um mit Doom VFR warm zu werden. Aber es hat sich wirklich gelohnt: Selten hatte ich so einen Spaß dabei, Höllenwesen umzunatzen. Doom VFR ist das Ur-Doom, nur in einem neuen, virtuellen Zeitalter. Ja, es kann sicher noch diverse Verbesserungen und Anpassungen vertragen und es ist definitiv zu kurz geraten. Aber ich hatte einfach einen Mordsspaß – und das ist es, was am Ende zählt.
9

VR-World Rating

Grafik: 10
Sound: 9
Gameplay: 9
Immersion: 9
Umfang: 4
Steuerung: 9
Komfort: 10
Zum Anfang

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