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Digital Smell Interface: Riechen in VR dank Elektrostimulation

© The Imagineering Institute

Forscher aus dem fernen Malaysia haben ein System entwickelt, das Virtual Reality-Erfahrungen in Zukunft durch simulierte Gerüche erweitern könnte. Wie funktioniert das Konzept und welche Vorteile bietet es?

Wo haptisches Feedback das Virtual Reality-Erlebnis auf eine neue Stufe heben kann, könnten Gerüche das Immersionsgefühl abrunden. Bewegte sich eine nach modrigem Holz, Blut, und Schweiß riechende Duftkerze zu Resident Evil 7 allerdings irgendwo zwischen willkommenem Merchandise-Kniff und zweifelhaften Marketing-Gag, verfolgen Forscher bereits vielversprechendere Ansätze.

Digital Smell Interface: Strom erzeugt Gerüche

Forscher des malaysischen The Imagineering Institute haben ein Verfahren vorgestellt, das Gerüche über elektrische Impulse simuliert. Im Video gibt es einen Vorgeschmack auf das „Digital Smell Interface“.

Und so funktioniert das Ganze: Durch schwache elektrische Impusle stimuliert das Digital Smell Interface unsere Geruchsrezeptoren und erzeugt im Hirn die Wahrnehmung von Gerüchen. Verschiedene Parameter wie Frequenz und Stromfluss könnten dabei unterschiedliche Auswirkungen auf das Gerochene haben.

Vorteile gegenüber Chemikalien & Co.

Durch die elektrische Erzeugung von Gerüchen können Anwender auf Chemikalien verzichten, die nachgefüllt werden müssten unter möglicherweise sogar gesundheitsgefährdend wirken könnten. Aufgrund der sehr geringen Strommenge von nur einigen Milliampere stellt das Digital Smell Interface dahin gehend offenbar kein Problem dar.

Zudem könnte durch so ein System theoretisch offenbar jeder Geruch erzeugt werden. Das bedeutet, dass Gerüche in der Zukunft in Form digitaler Dateien über das Internet bezogen werden könnten. Ein Nachteil ergibt sich aber offensichtlich aus der Anwendung, die den „Anschluss“ von Stromkabeln in der Nase erfordert.

Über spezielle Silberelektroden stimuliert das Digital Smell Interface unsere Geruchsnerven. © The Imagineering Institute

Über spezielle Silberelektroden stimuliert das Digital Smell Interface unsere Geruchsnerven. © The Imagineering Institute

Die Vorteile für Gamer und VR-Nutzer liegen nichtsdestotrotz auf der Hand. Doch auch in anderen Unterhaltungsformen, im Online-Marketing und sogar der Medizin-Industrie könnte die Technik Anwendung finden, wie die Forscher des The Imagineering Institute angeben.

Sie sind übrigens nicht die ersten, die eine potenzielle Geruchsquelle für VR-Nutzer entdeckt haben: Erst in diesem Jahr etwa wurde der VAQSO VR-Geruchssensor für das VR-Headset Pimax 8K angekündigt.

Haltet ihr den Einsatz elektrischer Impulse zur Geruchserzeugung für vielversprechender, als den von Chemikalien? Teilt eure Meinung mit uns in den Kommentaren!

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