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Von Mr. Robot bis Dear Angelica: Die besten Virtual-Reality-Filme

Von Mr. Robot bis Dear Angelica: Die besten Virtual-Reality-Filme

Virtual Reality bietet kreativen Filmemachern ganz neue Möglichkeiten, um ihre bebilderten Geschichten zu erzählen. In den besten filmischen Werken für VR-Brillen fühlen wir uns deshalb fremden Orten und Personen so nah wie nie zuvor.

Bei VR- und 360-Grad-Filmen bestimmen wir selber unseren Blickwinkel auf das Geschehen. Sie versetzen uns mitten in die Filmwelt und an die Seite ihrer Figuren. Darüber hinaus eröffnet Virtual Reality Filmemachern neue Arten der Bildsprache und Rauminszenierung. Im Folgenden präsentieren wir Euch unsere aktuellen Film-Highlights für VR-Brillen.

Dear Angelica

VR-System: Oculus Rift
Produktion: Oculus Studios
Unsere Filmkritik: Dear Angelica

In Dear Angelica folgen wir mit unserem Blick den Erinnerungen der jungen Jessica an ihre Mutter Angelica, einer verstorbenen Schauspielerin. Die Erinnerungen breiten sich in wunderschön gezeichneten Bildern um uns herum im Raum aus. Am Ende stehen wir inmitten eines lebendig gewordenen Gemäldes.

Dear Angelica ist der erste VR-Film, der mithilfe des Malprogramms Quill direkt in Virtual Reality entstand. Künstlerin Wesley Allsbrook hat auf diese Weise ein ebenso farbenfrohes wie emotionales VR-Erlebnis geschaffen. Da verzeihen wir auch gerne die kurze Spieldauer und etwas pathetische Musik.

Dispatch

VR-System: Oculus Rift, Samsung Gear VR
Produktion: Here Be Dragons, Oculus
Unsere Filmkritik: Dispatch

Dispatch ist ein in vier Episoden unterteilter VR-Film, bei dem sich das Team rund um Regisseur Edward Robles experimentierfreudig zeigt. Entsprechend ungewöhnlich wirkt zunächst der Drahtgitter-Look der Figuren und Filmwelt auf uns.

Dispatch entpuppt sich allerdings als atmosphärische Geschichte, die sich vor dem geistigen Auge eines Polizisten in der Notrufzentrale eines Polizeireviers abspielt. Dank der ausgefeilten Ton-Kulisse und den tollen Schauspielern bzw. Sprechern packt uns Dispatch dabei bis zur letzten Minute.

My Brother’s Keeper

VR-System: HTC Vive, Oculus Rift, PlayStation VR, Samsung Gear VRGoogle Daydream, Google Cardboard
Produktion: PBS Digital Studios
Unsere Filmkritik: My Brother’s Keeper

Für Tränen unter der VR-Brille sorgte bei uns My Brother’s Keeper. Der knapp zehnminütige 360-Grad-Film erzählt von zwei Brüdern, die sich auf verfeindeten Seiten im amerikanischem Bürgerkrieg gegenüberstehen. Unaufgeregt und eindringlich verfolgen wir ihr Schicksal aus nächster Nähe. Dabei überzeugen sowohl die Darbietungen der Schauspieler als auch die packende Inszenierung des Krieges.

Durch die Mischung von 360-Grad-Aufnahmen mit stereoskopischem 3D erzeugt My Brother’s Keeper eine sehr gute räumliche Tiefe, die ihn positiv von anderen 360-Grad-Filmen abhebt. Trotz einiger inszenatorischer Schnitzer im letzten Drittel, bewegt die VR-Geschichtsstunde – unter anderem mit einem ergreifenden Höhepunkt.

Mr. Robot VR Experience

VR-System: HTC Vive, Oculus Rift, PlayStation VR, Samsung Gear VR, Google Daydream, Google Cardboard
Produktion: Here Be Dragons, USA Network
Unsere Filmkritik: Mr. Robot VR Experience

Wenn Elliot uns fixiert, haben wir das Gefühl, er spricht wirklich direkt mit uns.

Mr. Robot VR Experience ist eine knapp viertelstündige VR-Ergänzung zur TV-Serie Mr. Robot. Die erste Staffel der Serie solltet Ihr gesehen haben, bevor ihr mit der VR-Brille in die Erinnerungen von Protagonist Elliot eintaucht, einem IT-Spezialisten mit Persönlichkeitsstörung.

Regisseur Sam Esmail verseht es, uns mit ruhigen Schnitten und perfekt platzierter Kamera auf eine eindrucksvollen Reise in Elliots Gefühlswelt mitzunehmen. Wie auch andere 360-Grad-Filme leidet Mr. Robot VR Experience allerdings unter der schlechten Videoauflösung. Darüber hinaus stören einige Sound-Aussetzer. Die interessante Handlung und das tolle Mittendrin-Gefühl machen diese Mankos aber wieder wett.

Pearl

VR-System: HTC Vive, Google Daydream, Google Cartboard
Produktion: Google Spotlight Stories
Unsere Filmkritik: Pearl

Peal ist ein emotionaler VR-Animationsfilm, der die Geschichte eines Vaters und seiner heranwachsenden Tochter erzählt. Regisseur Patrick Osborne gelingt es in nur wenigen Minuten, eine Vater-Tochter-Beziehung mit all ihren Hoch- und Tiefpunkten darzustellen. Kein Wunder, dass der Film 2017 sogar für den Oscar in der Kategorie bester animierter Kurzfilm nominiert wurde.

Pearl weckt in wenigen Minuten mehr Gefühle bei uns, als mancher Hollywood-Blockbuster es über Stunden nicht schafft.

Invasion!

VR-System: HTC Vive, Oculus Rift, PlayStation VR, Samsung Gear VR
Produktion: Baobab Studios Inc.
Unsere Filmkritik: Invasion!

Invasion! ist ein kurzer Animationsfilm mit niedlichen Hasen und witzigen Aliens. Die Handlung ist zwar recht simpel gestrickt, dennoch überzeugt der VR-Film mit dem perfekten Timing der Geschehnisse. Trotz freiem 360-Grad-Blick verpassen wir hierdurch keinen Gag.

Der familienfreundliche Comic-Stil glänzt dabei mit scharfer Grafik und butterweichen Animationen. Den Baobab Studios ist mit Invasion! somit bereits im Jahr 2016 eine tolle kleine Vorschau auf die VR-Zukunft des Animationsfilms gelungen.

Son of Jaguar

VR-System: HTC Vive, Oculus Rift, Google Daydream, iOS-Geräte
Produktion: Google Spotlight Stories, Reel FX Animation Studios
Unsere Filmkritik: Son of Jaguar

Son of Jaguar handelt von einem mexikanischem Wrestler, der sich trotz Behinderung und mit Unterstützung seines kleinen Sohnes zurück in den Ring wagt. Die Vater-Sohn-Geschichte schlägt dabei in eine ähnliche Kerbe wie das Vorgängerwerk Pearl, kann uns emotional aber nicht genauso packen.

Begeistert hat uns allerdings die Technik: Son of Jaguar ist ein raumfüllender Film, in dem wir mit HTC Vive und Oculus Rift frei herumwandern können. Die hervorragenden Animationen und perfekten Schnitte machen das Erlebnis dabei zum Spektakel. Für mobile VR-Brillen steht eine alternative 360-Grad-Version des Films zur Verfügung, in der wir uns umschauen, aber nicht bewegen können.

The Protectors

VR-System: HTC Vive, Oculus Rift, Samsung Gear VR
Produktion: National Geographic, Here Be Dragons
Unsere Filmkritik: The Protectors

Die Oscar-prämierte Hollywood-Regisseurin Kathryn Bigelow (The Hurt Locker) macht mit The Protectors auf den Kampf der Park Ranger gegen Wilderer im Garamba-Nationalpark im Kongo aufmerksam. Die gut zehnminütige 360-Grad-Doku schlägt hervorragend Kapital aus erweiterten Perspektive. Sowohl die Schönheit des Parks als auch die Grausamkeit der Wilderer ist in einfachen, aber beeindruckenden Rundherum-Bildern eingefangen.

Zwar wäre eine höhere Bildqualität und bessere Tonabmischung wünschenswert, aber diese Mankos können wir verkraften. Denn unter dem Strich erreicht der Film sein Ziel und macht betroffen.

Step to the Line

VR-System: HTC Vive, Oculus Rift, Samsung Gear VR, Google Daydream
Produktion: Defy Ventures, Oculus
Unsere Filmkritik: Step to the Line

Step to the Line ist eine 360-Grad-Doku, in der wir ein Hochsicherheitsgefängnis in Kalifornien besuchen. Der brasilianische Filmemacher Ricardo Laganaro begleitet vor Ort die Arbeit der Non-Profit-Organisation Defy Ventures, die Strafgefangene auf das Leben nach dem Knast vorbereiten will.

Der Dokumentarfilm ist sehr eindringlich und gefühlvoll erzählt. Die Enge der Haft wird durch Kamera und Schnitt sehr gut transportiert. Das gleiche gilt für die zerbrechliche Hoffnung derjenigen, die im Gefängnis auf ein besseres Leben warten.

Senza Peso

VR-System: HTC Vive, Oculus Rift
Produktion: Kite & Lightning
Unsere Filmkritik: Senza Peso

Senza Peso ist eine Mini-Oper im VR-Format, die im Rahmen einer Kollaboration verschiedener Musiker und Künstler entstanden ist. Cory Strassburger und Alain Vasquez drehten zunächst in einem Zeitraum von fünf Jahren ein aufwändiges Musikvideo, das die Geschichte des Songs eindrucksvoll erzählt. Anschließend produzierten sie eine VR-Version des Videos.

In VR ist Senza Peso zwar nicht ganz so bildgewaltig wie als Kurzfilm. Trotz der offensichtlich begrenzten Mittel der Macher beweist dieses Projekt allerdings, dass Virtual Reality auch in der Welt des Musikfilms einen Platz hat.

Henry

VR-System: Oculus Rift
Produktion: Oculus Studios
Unsere Filmkritik: Henry

Henry ist ein rührender Animationsfilm à la Pixar, der Oculus-Rift-Besitzer in das Zuhause des gleichnamigen Igels einlädt. Henry ist ein freundliches Kerlchen mit einem großen Herz, aber leider fristet er trotzdem ein ziemlich einsames Dasein. Es hat eben soziale Nachteile, stachelig zu sein.

Da es im Haus des Igels einiges zu entdecken gibt, nehmen wir als Zuschauer hier sogar eine aktive Rolle ein. Durch die Geschichte führt übrigens eine bekannte Stimme, denn kein Geringerer als Elijah Wood (Frodo aus “Der Herr der Ringe”) übernimmt die Rolle des Erzählers.

Weiteres Futter für Virtual Reality-Filmliebhaber findet ihr auf unserer entsprechenden Themenseite.

Welche VR-Filme sind Euch im Gedächtnis geblieben, welche haben Euch besonders berührt? Nennt uns Eure Favoriten in den Kommentaren!

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