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Crow: The Legend in der VR-Filmkritik

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Crow: The Legend in der VR-Filmkritik: Einfach magisch

Direkt zum Fazit

Die Baobab Studios sind bekannt für hochwertige, kostenlose Unterhaltung in Form animierter Virtual Reality-Kurzfilme. Der jüngste Streich der Filmemacher, Crow: The Legend ist da keine Ausnahme.

Nach den jeweils mit einem Emmy ausgezeichneten VR-Filmen Invasion! und Asteroids! kehren die Baobab Studios mit Crow: The Legend zurück aufs Virtual Reality-Parkett – und dieses Mal ist alles mindestens eine Nummer größer: Die Zuschauer bekommen mehr Spielzeit, eine im wahrsten Sinne des Wortes legendäre Story und reichlich Star-Power geboten. Geht das Konzept auf? In einem Wort: Ja!

Legende mit Legend

Federführend bei der Regie ist zum wiederholten mal Eric Darnell, der auch schon Madagascar, Invasion! und Asteroids! hervorragend inszenierte. Zusätzlich ist bei Crow: The Legend ein Star-Ensemble mit von der Partie, das im Virtual Reality-Bereich seinesgleichen sucht: Der Sänger John Legend leiht der Hauptfigur Crow seine Stimme, Oprah Winfrey, Tye Sheridan (Ready Player One) und Diego Luna (Rogue One: A Star Wars Story) sind ebenfalls mit von der Partie.

© Baobab Studios

Noch herrscht Sommer im Reich der Tiere. © Baobab Studios

Dass Crow: The Legend so heißt, hat übrigens nichts mit John Legend zu tun, auch wenn die Vermutung nahe liegt. Vielmehr basiert der VR-Film auf einer Variation einer alten Legende, die der Kultur amerikanischer Ureinwohner entstammt. Das Resultat ist eine erfrischend andere Geschichte, die allerdings nicht jedermanns Geschmack treffen dürfte.

Die Story spielt in einer Zeit, in der die Menschheit noch nicht existierte und die Erde ausschließlich von Tieren bevölkert wurde. Außerdem herrscht ein immerwährender Frühling, bis der „Geist der Jahreszeiten“ sich dazu entscheidet, erstmals den Winter hereinbrechen zu lassen.

Eine ungewöhnliche Geschichte

Die Tiere sind darauf jedoch nicht vorbereitet. Crow, der so selbstverliebt wie überraschend bunt gefiedert ist und durch seinen wunderschönen Gesang von allen anderen Tieren bewundert wird, ist der Einzige, der die Möglichkeit hat, vielleicht den Sommer zurückzubringen und die anderen Tiere vorm Erfrieren zu bewahren.

Dazu muss er sich auf eine Reise zu „Derjenigen, die alles durch ihre Gedanken erschafft“ machen, was einen Flug durch die Weiten des Weltalls erfordert. Das bedeutet für ihn ein Abenteuer, das er am Ende teuer bezahlen muss.

Nach gängigen Konventionen ist die Geschichte ziemlich hanebüchen und es gibt einige Logiklöcher, am Ende findet sich alles aber zu einem großen Ganzen zusammen. Ohne zu viel zu verraten: Crow: The Legend ist ein emotionsgeladender und kindgerechter VR-Kurzfilm, der zur Selbstreflexion anregt und die Krähe als Tier in einem für uns unbekannten Licht erscheinen lässt.

VR-Animationsfilm mit interaktivem Einschlag

Dafür, dass Crow: The Legend den Zuschauer unabhängig von der Story schnell in seinen Bann zieht, sorgen auch die interaktiven Elemente. Wir erleben das Abenteuer nämlich aus der Perspektive des Geistes der Jahreszeiten und sorgen mit den Bewegungscontrollern unserer Oculus Rift höchstselbst für den Wintereinbruch.

Auch an anderen Stellen dürfen wir uns dank Oculus Touch als aktiver Teilnehmer am Geschehen fühlen. Das geht längst nicht so weit wie in einem Spiel und verdient eher das Prädikat „Aktives Zuschauen“, führt aber trotzdem zu einem ausgeprägten Mittendrin-Gefühl.

© Baobab Studios

Ob Crow (links) es schafft, die Sonne zurückzubringen? © Baobab Studios

Wir können zum Beispiel durch Bewegung unserer Arme Wind wehen lassen, der den Schnee visuell überzeugend über den Boden bläst und den glitzernd-gefronenen Grund freilegt, an einer anderen Stelle werden wir sogar zum kosmischen Dirigenten – einige dieser Interaktionen wirken wahrlich magisch.

Oculus Rift schlägt Standalone VR

Allerdings: Wie schon bei Invasion! gibt es auch bei Crow: The Legend deutliche Unterschiede in den Filmversionen für unterschiedliche VR-Headsets. Diesmal hat allerdings anders als beim amüsanten Alien-Kurzfilm die Oculus Rift-Variante deutlich die Nase vorn, da sie als einzige die oben beschriebenen interaktiven Elemente mitbringt. Nutzer einer Oculus Go oder Samsung Gear VR sind lediglich passive Zuschauer, was dem VR-Film etwas von seinem Zauber nimmt.

Die Oculus Rift-Version verfügt zusätzlich noch über die Option, sich per Bewegungscontroller zu drehen. Das ist allerdings nur schrittweise möglich und kommt recht abgehackt daher. Die Funktion ist auch nicht wirklich nötig – schließlich können wir auch selbst den Kopf drehen um zu sehen, was um uns herum passiert. Das ist auch die Variante, die sich am natürlichsten anfühlt und dadurch für das beste Präsenzgefühl sorgt.

Auf der Oculus Rift entfaltet Crow: The Legend seine ganze Magie. © Oculus

Auf der Oculus Rift entfaltet Crow: The Legend seine ganze Magie. © Oculus

Es gibt aber noch etwas, das dafür spricht, sich Crow: The Legend möglichst auf Oculus Rift anzusehen: Die Bildqualität. Diese ist auf der VR-Brille für den PC deutlich höher als auf den mobilen Brillen. Das ist besonders insofern schade, als dass die Oculus Go eigentlich über ein besseres Display verfügt. Mittlerweile hat Baobab zwar per Patch die Auflösung auf den kleinen Brillen merklich erhöht, an das Oculus Rift-Niveau reicht die Darstellungsqualität aber immer noch nicht heran.

Ein Fest für die Sinne

Dennoch ist Crow: The Legend auf allen Plattformen handwerklich gleichermaßen gut gemacht. Die Animationen der Figuren sehen fantastisch aus, die hochdekorierten Sprecher (und Sänger) hauchen ihnen sehr überzeugend Leben ein. Da fällt es auch gar nicht so sehr ins Gewicht, dass der Film über keine deutsche Sprachausgabe verfügt. Schade ist aber, dass es nicht einmal Untertitel gibt.

© Baobab Studios

Crows Reise führt ihn in absurd anmutende Situationen. © Baobab Studios

Aber auch, wer nicht über einwandfreie Englischkenntnisse verfügt, kann Crow: The Legend genießen. Die Bilder sprechen größtenteils für sich, und den Protagonisten aus der Tierwelt und der Astronomie zuzusehen, macht einfach Spaß. Besonders Oprah Winfreys „Diejenige, die alles durch ihre Gedanken erschafft“, sorgt durch ihr obskures Auftreten in abgefahrenem Setting für einige ungläubige Lacher. An den toll animierten Flügelschlägen von Diego Lunas Motte Moth konnten wir uns ebenfalls kaum satt sehen.

Unsere Wertung

Mit Crow: The Legend ist den Baobab Studios ein wirklich ausgezeichneter VR-Animationsfilm gelungen. Er transportiert eine wichtige Message, die ein wenig ungewöhnlich verpackt daher- aber nichtsdestotrotz beim Zuschauer ankommt. Audiovisuell weiß der Film zu beeindrucken, besonders auf Oculus Rift wird die mystische Ureinwohner-Legende durch die zusätzlichen interaktiven Elemente überzeugend zum Leben erweckt.

Alles in allem ist Crow The Legend so etwas wie ein Märchen aus längst vergangenen Tagen, das mithilfe der Zukunftstechnologie von heute erzählt wird. Wir würden uns jedenfalls nicht wundern, wenn Baobab für sein neustes Machwerk weitere Emmys oder andere Auszeichnungen gewinnen sollte.

Fazit:

Mit Crow: The Legend gehen die Baobab Studios ihren Weg Richtung Perfektionierung des immersiven VR-Storytellings konsequent weiter. Wo Invasion! und Asteroids! trotz ihrer hohen Qualität ein wenig den Charme von Demo-Versionen versprühten, glänzt Crow: The Legend nicht nur mit einer beeindruckenden Starbesetzung, sondern auch mit einer vollwertigen Geschichte. Die mag zwar vielleicht nicht jedermanns Sache sein, die Umsetzung ist aber über jeden Zweifel erhaben. Und das Beste: Wie schon seine Vorgänger kostet Crow: The Legend keinen Cent – es gibt also eigentlichen keinen triftigen Grund, diesem tollen VR-Animationsfilm keine Chance zu geben.

Ihr solltet euch Crow: The Legend unbedingt anschauen, wenn…

  • ihr VR-Filme mit interaktiven Elementen (Nur auf Rift!) mögt
  • hochwertige VR-Unterhaltung zum Nulltarif genau euer Ding ist
  • ihr einmal John Legend als singende Krähe erleben wollt
  • euch PIXAR-Animationsfilme oder die VR-Filme Asteroids! und Invasion! gefallen

Crow: The Legend ist vielleicht nicht der richtige VR-Film für euch, wenn…

  • ihr Animationsfilmen nichts abgewinnen könnt
  • Logik in (VR-) Filmen für euch das oberste Gebot ist
  • euch Musical-Elemente abschrecken

Den kostenlosen VR-Animationsfilm Crow: The Legend erhaltet ihr hier:

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