CES 2018: Pimax 8K Hands-On-Berichte, Verzögerungen & Einschätzung

HTC Vive Pro, Pimax, Oculus Go: Wir schauen auf die möglichen Trends des Jahres.

Auf der CES 2018 gab es allerlei Neuigkeiten rund um Pimax und das „8K“-Headset des chinesischen Herstellers. Zu mehreren Hands-On-Berichten gesellte sich die Ankündigung, dass Kickstarter-Backer nun erst noch später in Besitz der Brille kommen werden als eigentlich vorgesehen.

In diesem Artikel erfahrt ihr:

  • Was verschiedene CES-Erfahrungsberichte zum Pimax 8K sagen
  • Wann das Virtual Reality-Headset voraussichtlich ausgeliefert wird
  • Unsere Einschätzung zur Situation rund um Pimax‘ Versprechungen
  • Was Pimax selbst zu sagen hat

Pimax sorgte im letzten Jahr mit einer äußerst erfolgreichen Kickstarter-Kampagne rund um das angekündigte „8K“-Headset ordentlich für Wirbel. Auf der diesjährigen CES 2018 konnten Messebesucher einen aktuellen Prototypen ausprobieren. Wir haben die Stimmen für euch gesammelt. Außerdem verzögert sich die Auslieferung der VR-Brille an Endkunden abermals. Kann Pimax seine Versprechungen überhaupt erfüllen?

Kann das Pimax 8K halten, was es verspricht?

Kann das Pimax 8K halten, was es verspricht?

Hands On-Hype

Auf dem Papier lesen sich die technischen Daten des Pimax 8K wie ein wahr gewordener VR-Traum. Eine 4K-Auflösung pro Auge, ein Sichtfeld (FOV, Field of View) von 200 Grad sowie die Möglichkeit, das Headset über Module zu erweitern. Dadurch soll mit der Verkaufsversion sowohl Inside Out-Tracking als auch Augen-Tracking möglich sein. Auf der CES ermöglichte Pimax jetzt ein Hands On mit dem aktuellen Prototypen. Das Echo fiel gemischt aus.

Tuan Nguyen von PC Gamer zeigt sich ziemlich begeistert vom Pimax 8K. Besonders das horizontale 200 Grad-Sichtfeld hat es ihm angetan – dieses mache die VR-Erfahrung wesentlich immersiver als bei Oculus Rift und HTC Vive. Zum Vergleich: Rift und Vive besitzen ein FOV von 110 Grad. Zudem sei die Auflösung so gut, dass er nach seinem Pimax Hands-On nicht wieder zurück zur HTC Vive Pro wolle, die in dieser Hinsicht wesentlich schwächer sei. Nein, das ist kein Tippfehler, Nguyen meint wirklich den ebenfalls auf der CES angekündigten Nachfolger der HTC Vive. Verbesserungspotential sieht der Autor lediglich beim vertikalen Sichtfeld, das immer noch ein wenig eingeschränkt sei.

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Video-Link: https://youtu.be/0n42dJBESLM

Hands On-Ernüchterung

Nicht ganz so rosarot war anscheinend die Pimax 8K-Brille, die Ben Lang von RoadToVR aufgesetzt bekam. Zwar ist auch er vom 200 Grad-FOV begeistert, macht aber auch einige Kratzer im Virtual Reality-Lack aus. So seien die Verzerrungen, die in früheren Prototypen das Bild noch trübten, zwar weitgehend ausgemerzt. Dafür seien aber andere Probleme hinzugekommen. Das Bild am linken und rechten Bildrand sei sichtbar verschwommen, zusätzlich machte er beim Drehen des Kopfes teilweise störende Spiegelungen aus.

Gerade die Verzerrungen an der Bildperipherie lenkten stark ab und störten die Immersion deutlich, so Lang weiter. Ihm wäre ein etwas geringeres Sichtfeld jedenfalls lieber, als mit diesen Problemen zurechtzukommen. Zudem betont er (anders als sein Kollege von PC Gamer), dass die Auflösung längst nicht so spektakulär besser als bei anderen Headsets sei, wie es die nackten Zahlen vermuten ließen. Der Fliegengitter-Effekt sei jedenfalls – entgegen der Pimax-Versprechen – immer noch zu erkennen.

Auch der M1-Prototyp schafft keine 90 HZ. ©Pimax

Auch der aktuelle Prototyp schafft noch keine 90 HZ. © Pimax

Außerdem gebe es Probleme mit der Farbtreue des LCD-Displays und der Kontrast sei nicht so gut wie bei Headsets mit OLED-Displays. Laut Pimax arbeitet das aktuelle Modell mit ca. 80 Hz Bildwiederholfrequenz – man nähert sich also den angepeilten 90 Hz zumindest langsam an. Doch es gibt noch mehr Probleme: Das Tracking bezeichnet Lang als „mess“, also ziemlich übel. Die Latenz sei viel zu hoch und auch Roomscale funktioniere aktuell nicht vernünftig. Ein Fragezeichen setzt der Autor auch hinter die Langzeitergonomie des sehr frontlastigen und großen Headsets.

Pimax 8K: Auslieferung erneut verschoben

Dass Pimax im Rahmen der CES ankündigte, die Endkundenversion später auszuliefern als geplant, passt zu Langs Einschätzung des derzeitigen Entwicklungsstands. Bereits vor der Messe ließ der chinesische Hersteller verlauten, die ersten Brillen würden später ausgeliefert als eigentlich geplant. Die Rede war damals von einem Beginn des Versands im ersten Quartal 2018. Das ist allerdings schon wieder Schnee von gestern, laut UploadVR peilt Pimax nunmehr das zweite Quartal dieses Jahres an.

Wann ist das Pimax 8K wirklich bereit für die Endkunden?

Wann ist das Pimax 8K wirklich bereit für die Endkunden?

Hat Pimax sich verzockt?

Bereits im vergangenen September fragten wir uns, ob das Pimax 8K ein Blender oder der Vorbote einer strahlenden VR-Zukunft sei. Zu vollmundig waren die Versprechungen des chinesischen Herstellers, zu viel sollte das Headset können. Natürlich wünschen wir uns im Sinne aller VR-Enthusiasten, dass Pimax die Kurve kriegt und den Kickstarter-Backern am Ende ein beeindruckendes, ausgereiftes Produkt liefert. Allerdings können wir uns aktuell nicht sicher sein, dass das auch gelingt.

Pimax droht, an den eigenen Ansprüchen zu scheitern – und ist nicht ganz unschuldig daran. Die PR-Abteilung des Unternehmens warb bereits früh mit Features, die so anscheinend noch nicht realisierbar waren. Das fängt bei der Posse um die Bildwiederholfrequenz an und spiegelt sich auch im CES-Erfahrungsbericht von Ben Lang wider. Sind 200 Grad FOV vielleicht aktuell doch noch zuviel des Guten? Das Ganze bringt schließlich nur etwas, wenn es auch einwandfrei funktioniert. Und dann ist da noch die missverständlichen Bezeichnung „8K“, die den Hype um das Produkt zusätzlich befeuert. Um das „8KX“, dass native 4K-Auflösung pro Auge liefern soll (die normalen „8K“-Brillen von Pimax haben ein Eingangssignal pro Auge von 2.560×1.440 Pixel und werden dann auf 3.840 x 2.160 Pixel hochskaliert), ist es auch verdächtig ruhig geworden.

Auch hinter den Stretchgoals steht ein Fragezeichen.

Auch hinter den Stretchgoals steht ein Fragezeichen.

Und was ist eigentlich mit den Stretchgoals? Vom Eyetracking-Modul, das Kickstarter-Backer kostenlos zu Ihrem Headset dazubekommen sollen, ist derzeit weit und breit nichts zu sehen. Denkbar ist, dass Pimax dieses zu einem späteren Zeitpunkt nachliefert. Das wäre auch zu wünschen, schließlich gibt es momentan anscheinend noch genügend andere Baustellen, die es zu beheben gilt.

Was sagt Pimax dazu?

Das Unternehmen hat es ausgezeichnet verstanden, die eigene Kickstarter-Kampagne erfolgreich zu gestalten – nun müssen sie aber auch liefern. Immerhin ist man sich bewusst, dass es noch viel zu tun gibt: Auf Reddit meldete sich ein Pimax-Mitarbeiter mit einer Antwort auf das RoadToVR-Hands On und gelobte Besserung. Wir hoffen, dass das aller Problemchen, Verschiebungen und Widrigkeiten zum Trotz keine leeren Versprechungen bleiben.

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Video-Link: https://youtu.be/M8-V1fn0Iwc

Pimax ist allerdings nicht der einzige Hersteller, dessen Hardware auf der CES 2018 nicht vollends überzeugte. Auch HTCs neuer Vive Wireless VR Adapter ließ auf den ersten Blick nicht alle Tester gleichermaßen in Jubelstürme ausbrechen.

Wie steht ihr zur Situation rund um Pimax? Glaubt ihr, dass das 8K-Headset am Ende doch noch richtig gut wird oder verliert ihr langsam das Vertrauen? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!

11 Kommentare

  1. Ich bin auch bakker vom 8k und mir wäre lieber, wenn sie Mitte oder 3 Quartal des Jahres anpeilen und die Fehler
    beheben,als zu früh eine Baustelle versenden.Das Tracking werden sie aufjeden Fall schnell korigieren.Das ging vorher auch.

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    • Benjamin Danneberg

      Hätten sie den Stand der Dinge aber nicht früher und transparenter veröffentlichen müssen? Die Kickstarterkampagne klang ja so, als wäre das Headset schon fast fertig zur Auslieferung.

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  2. Ich bin auch bakker der 8K Brille.
    Die Chinesen haben in den letzten Jahren bewiesen, dass sie durchaus fähig sind aussergewöhnliches an Qualität zu zaubern. Scheinbar aus dem nichts oder auch gerne mal durch staatliche subventionen 😉
    Wenn ich das richtig gelesen habe, wurde weiteres Geld aus „der Industie“ in das Unternehmen gesteckt.
    Die Ziele sind hoch, aber sie werden das Teil nicht minderwertig auf den Markt bringen. Das glaube ich nicht. Eine frage der Ehre?
    Dauern kann es allerdings noch etwas.

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    • Oliver Schmiedchen

      Ja, im Interesse aller Backer wäre es sicherlich, die Veröffentlichung noch ein wenig nach hinten zu verschieben, wenn die fertige Brille dadurch besser gemacht werden kann! Nur hätte ich mir seitens Pimax von vorn herein eine bessere (ehrlichere?) Informationspolitik gewünscht 😉

      Gruß,
      Oli

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  3. Bin ebenfalls Backer der 8K. Ich habe den Prototypen V2 auch ausprobieren dürfen, und fand sie schon ziemlich gut.
    Was sie unbedingt lösen müssen, sind die Probleme um den IPD/stereoskopische Darstellung, die Verzerrungen, ich hatte auch etwas den Eindruck, dass das nicht ganz sauber ist. Die 90 Hz sind vielleicht Geschmackssache, dem einen fällt es mehr auf als dem anderen, das DK2 war ja auch schon gut zu nutzen trotz seiner 75 Hz (und 10 Hz weniger heißt entsprechend weniger Rechenaufwand 😉 ). Tracking war damals gut, also war wohl eher ein Lapsus mit der V5 und sollte schnell gelöst sein.
    Pimax scheint halt so eine Bastel-Garagentruppe zu sein, also sollte man gerade als Backer auch gefaßt sein auf Bananenprodukte, aber da haben sie mit der 4K wohl gezeigt, dass sie diesen späteren Reifeprozeß auch wirklich ernsthaft weitertreiben – jedenfalls software-seitig.

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    • Oliver Schmiedchen

      Hi Dodo,

      dass du das DK2 ausprobieren konntest und ein posiives Fazit ziehst, macht schon mal Hoffnung 🙂 Die Frage ist halt, ob Pimax sich einen Gefallen damit tut, offensichtlich nicht ganz ausgereifte Prototypen, die ja eine Weiterentwicklung darstellen sollen, auf Messen als Hands On-Material zu zeigen. Und das mit den 90 Hz ist ja vor allem deswegen so ein „Aufreger“, weil Pimax im Vorfeld behauptet hat, dass das Headset das schafft. Ich drücke jedenfalls die Daumen, dass das fertige 8K ein gutes, ausgereiftes Produkt wird das Spass macht – wie auch immer die finalen technischen Daten dann aussehen.

      Viele Grüße,
      Oli

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  4. Den Verriss von RoadToVR kann man eh nicht ernst nehmen, da ihn offensichtlich jemand geschriben hat, der Fan eines anderen Hersteller ist. Zudem sind dort gemacht Aussagen in einem krassen Widerspruch zu vielen anderen Berichten zur Pimax 8K. Wenn man den Bericht zur Vive Pro sieht, hat diese zum Teil die gleichen Mängel, wie die Pimax 8K, aber bei der vive wedren diese Nachteile schöngeschrieben und bei der Pimax hat man sich genüsslich und ausführlich darüber ausgelassen. Als Journalist, der unterschiedliche Reviews vergleicht, sollte auch auf solche Auffälligkeiten eingehen, zumal der Verriss von RaodToVR ziemlich aus der Reihe gefallen ist.
    Zudem schreibt ihr in Euren Brericht, dass Pimax zu Wort kommt, aber von der ausführlichen Stellungnahme wird nahezu nicht in Eurem Artikel gebracht – wieso? Sollt man als neutraler Journalist nicht beide Seiten gleichermaßen zu Wort kommen lassen? Pimax hat den fehler gemacht, dass sie das neuste Modell zur Messe mitgebracht haben, bei dem noch einiges geändert, aber noch nicht final abgestimmt wurde. Das Display wurde mit zusätzlichen LEDs heller, wodurch es anscheinend Probleme mit der Stromversorgung der Trackingsensoren gab. Lt. vielen Testern auf anderen Messen und der Roadshow, war das Tracking bisher einwandfrei und es gibt keinen Grund, wieso das beim Endprodukt nicht so sein soll. Bei derm Thema Ergonomie finde ich auch lustig, dass bisher ALLE Tester die geringe Gewicht gelobt haben, das niedriger sein soll, als bei Vive und Oculus – der Einzige der die Pimax zu schwer fand, war der Kollege von RoadToVR – seltsam.
    Grundsätzlich macht es bei einem Prototypen keinen Sinn auf Dinge intensiv einzugehen, die so eh nicht im Endprodukt kommen, wo wir wieder beim Thema Ergonomie wären, denn in der Serienversion kommt ein völlig anderes Befestigungssystem zum Einsatz. Wenn man den Prototypen schon deswegen kritisiert, erwarte ich auch die Info, dass dieses Problem beim Serienmodell wohl nicht zu erwarten ist.
    Nicht nur der Kollege von PC Gamer, sondern auch noch einge andere halten die Vorserien Pimax besser als die Vive Pro und das ist schon bemerkenswert, zmal man davon ausgehen kann, dass die Vive Pro kein Schnäppchen wird und dafür nur marginale Verbesserungen und nahezu keine Innovationen oder Updatemöglichkeiten bietet, wie es bei der Pimax der Fall ist. Man sollte sich bei der Pimax nicht beklagen, dass sie später kommt, sondern dass sie mit den Specs deutlich früher auf den Markt kommt, als vergleichbare Modelle von Oculus oder HTC – denn da muss man wohl 1 – 2 Jahre warten, bis etwas kommt, das es mit der Pimax aufnehmen kann. Außerdem ist es bei Kickstarter Projekten nicht unüblich, dass sich Termine verschieben – Teilweise um Jahre. Wer eine Pimax zu dem Termin geleifert haben möchte, wie es im Shop steht, der sollte warten, bis man sie bei Amazon & Co. bekommt.

    Wenn amn die ganzen Zusatzmodule sieht, die Pimax schon in Pipeline hat und die die Backers auch bekommen, sollte man mal schauen, was da die Konkurrenz zu beiten hat und da sieht es ziemlich mau aus, obwohl da Milliarden schwere Konzerne dahinter stecken, aber zu diesem Thema hört man kaum Kritik, statt dessen macht man ein riesen Fass auf, dass die Vive etwas mehr Auflösung hat und man wie Pimax eine Wierless-System, dass man wie Pimax auch noch nicht zeigen konnte. Wenn man mal auf den Boden bleibt, dann wäre es schon eine Sensatzion, wenn die Klitsche Pimax von Oculus und zeitnah zu HTC ein Wireles-System auf den Markt bringt. Bei Oculus tut sich ja in Richtung neues Highend-Headset GARNICHTS, was man eigentlich mal etwas kritischer Thematisieren sollte. ich als Rift User der ersten Stunde (DK1 und dann CV1) werde sicher nicht bis Mitte / Ende 2019 warten, um den nächsten Schritt in der VR-Technik zu machen, deshalb habe ich bei der Pimax 8K zugegriffen, da sie mit großer sichereit ein Vortschritt gegenüber der Rift sein wird und durch das Modulare System, hat Pimax die Möglichkeit, die 8K lange up to Date zu halten, mit Features, die bei Vive Pro noch nicht mal vorgesehen sind. Ob Eyetrackin in Q3, Q4 oder erst in Q1/2019) kommt, ist mir da ziemlich egal, denn wenn es kommt, kommt es sicher vor Oculus und vor HTC – was will man von so einem kleinen Hersteller denn mehr erwarten. Ganz ähnlich sieht es mit Leap Motion aus.
    Wenn man mal sieht, wie lange Oculus gebraucht hat, bis die endlich mal ihr CV1 auf den Markt gebracht haben und dann auch noch ohne VR Controller, dann ist Pimax im Vergleich extrem schnell mit ihrem Release und lt. dem zuständigen Entwickler bei Oculus kommt eine CV2 nicht vor 2019 – da kann ich doch nur müde lächlen, wenn Pimax die 8K anstatt in Q1 in Q2 ausliefert.

    Schade ist hier, dass IHR mehr über den unobjektiven und sehr negativen Bericht von RaodToVR berichtet, als über die positiven Berichte und dazu noch die ausfühliche Stellungnahem von Pimax komplett unter den Tisch fällen lässt. Richtig guter Jounalismus ist das nicht – da fehlt mir eindeutig etwas Tiefe und Recherche.

    Antworten
    • Oliver Schmiedchen

      Hi Maglion,

      so ein ausführlicher Post verdient natürlich auch eine Antwort. Auch, weil ich deine Kritikpunkte nicht unkommentiert lassen möchte 😉 Los geht’s:

      Der RoadToVR-Bericht fällt keineswegs völlig aus der Reihe, sowohl im Hands-On von z.B. UploadVR und Gamespot werden dieselben Kritikpunkte erwähnt (Verzerrungen am Displayrand, Latenzprobleme etc.). Ich habe also sehr wohl gründlich recherchiert und eben einen positiven und einen negativen Bericht zum Vergleich der verschiedenen Eindrücke ausgewählt – mit mangelnde Objektivität hat das meiner Ansicht nach nicht viel zu tun.

      Apropos Objektivität: Du wirfst dem RoadToVR-Bericht mangelnde Objektivität vor – dasselbe könnte man aber auch über den PCGamer-Bericht sagen. Ein Hands On ist eben kein Test, sondern ein kurzes Ausprobieren. Person A ist dabei eben geflasht von den Vorzügen des Produkts, während Person B eher die negativen Seiten auffallen – das ist BEIDES hochgradig subjektiv.

      Zur Sache mit der Ergonomie: klar mag das Pimax LEICHTER sein als Vive oder Rift – Gewicht und Ergonomie sind aber nun mal nicht dasselbe. Und wegen des großen FOV ist das Teil halt noch frontlastiger als die Konkurrenzprodukte – wie sich das Ganze bei stundenlangen Zocksessions macht, kann bisher niemand genau sagen. Person A freut sich im Hands On eben über das Gewicht, Person B hat Bedenken -> BEIDES ist wieder subjektiv.

      Deswegen ist es wichtig, beide Seiten der Medaille zu beleuchten, was ich ja auch tue. Zudem betone ich mehrfach, dass ich mir wünsche, dass Pimax am Ende erfolgreich ist.

      Die Stellungnahme von Pimax ist ebenfalls verlinkt, von „unter den Tisch fallen lassen“ kann also auch keine Rede sein. Auch, dass Pimax sich der Probleme bewusst ist und sie beheben will, schreibe ich.

      Ebenso gehe ich darauf ein, dass auch HTC beispielsweise mit seinem Wireless-Adapter auf der CES nicht alle Hands On-„Tester“ überzeugen konnte, und es bis zur Marktreife dort anscheinend auch noch einiges zu tun gibt.

      Am Ende ist der Text einfach eine EINSCHÄTZUNG (steht ja auch in der Überschrift), nicht mehr und nicht weniger. Dass deine Einschätzung eine andere ist, ist ja schön und gut – das heißt aber nicht, dass andere Leute keine Ahnung haben, Vive- oder was-auch-immer-Fanboys sind oder ihre Arbeit nicht richtig machen 😉

      PS: In puncto Rift-Nachfolger stimme ich dir zu, ich hätte auch lieber früher als später eine Rift 2. Wenn das 8K am Ende wirklich richtig gut wird und schneller auf dem Markt, hole ich es mir vielleicht auch.

      Viele Grüße,
      Oli

      Antworten
      • Das Problem sehe ich nicht in einer negativen Berichterstattung, sondern wenn man sich bei einem Produkt auf die positiven Punkte konzentriert (Vive Pro) und man sich bei einem anderen Produkt auf die negative Punkte konzentriert (Pimax 8K), von denen man zum teil schon jetzt ausgehen kann, dass diese im Endprodukt in dieser Form nicht mehr vorhanden sein werden. Wer den RoadToVR Artikel zur Vive Pro liest, der findet einen sehr wohlwollenden Artikel vor, obwohl es sich nur um eine recht simple Weiterentwicklung eines etablierten Produks handelt, das schon fast 2 Jahre auf dem Markt ist, das zudem noch von einem Milliarden schweren Bigplayer vorgestellt wurde. In so einem Bericht würde ich die Frage stellen, ob das alles ist, was HTC in 2 Jahren als Verbesserung auf die Reihe bekommt. Wenn man dann ein Vorserien-Prototypen einer Kleine Firma, die den großen echte Probleme mach kann, an Hand von Dingen schlecht macht, die im Serienprodukt wahrscheinlich keine Rolle spielen und sich nahezu ausschließlich auf die negativen Punkte konzentriert, dann ist das keine seriöse journalistische Leistung. Von einem Journalisten erwarte ich, dass er nachhakt.
        Sie haben zwar dein postiven Bericht von PC Gamer kurz angecshnitten, aber trotzdem konzentrienen Sie sich auf den negativen Bericht von RoadToVR. Auch die Bebilderung – Pimax mit großem roten Fragezeichen und der durchgestichenen 90Hz, gehen in Richtung Vorverutreilung, auch wenn man klein drunter shreibt, dass noch keine 90Hz schafft. Ich habe kein Problem damit, wenn ein journalist grundsätzlich kritisch ist und über ALLE Produkte so berichtet, aber ich habe ein Probelm damit, wenn ein Journalist sich von seinen privaten Präverenzen zu unobjektiven Berichten hinreißen lässt. Das ist einfach nicht professionell. Das Problem bei den ganzen Online Magazinen ist für mich, dass ich als Leser nicht weiß, wie kompetent der Verfasser ist und ob er eine journalistische Ausbildung genossen hat.

        In Ihrem Fall fällt ja auch auf, dass Sie viele negative Dinge von einem anderen Autor unkritisch übernehmen und auf der anderen Seite erwähnen Sie postive Beriche nur am Rande (sehr geringer Textanteil) und auf die Stellungnahme von Pimax gehen Sie gar nicht ein. Ein Link dazu ist doch kein Ersatz für eine eigene Einordung dieser Stellungnahme. Wenn Sie angblicher Journalist es für ausreichetn erhalten, einen Link zu posten, hätten es gereicht eine Link zu dem Artikeln von RaordToVR, zum Artikel von PC Gamer und zur Stellungnahme vom Pimax zu posten – den Rest hätten Sie sich sparen können.
        Übrigens, wenn man selbst nicht die Zeit aufbringt, auf die CES zu gehen, um von dort zu berichten, was ich eigentlich von einem Onlinemagazin, wie VR-World erwarte, dann sollte man es schon schaffen über mehr als nur zwei Berichte zur Pimax 8K zu berichten und diese dann auch fachlich objektiv korrekt einzuordnen. So sihetr es aus, als hätten Sie sich die Sache etwas zu leicht gemacht.

        Von einem Journalisten, sind Sie überhaupt einer? Erwarte ich eine UMFANGREICHE, LÜCKENLOSEN und GRÜNDLICHE Recherche und bei einer Zusammenfassung der Artikel fremder Autoren, erwarte ich auch eine gewisse Einordnung und auch hinweis auf sachlich falsche Inhalte (Stichwort Gewicht) und auch Ergänzungen, die der Kollege ganz zufällig vergessen hat (Stellungnahme von Pimax bzw. Fakten die schon vorher bekannt waren). Gerade von Autoren, die auf Seiten schreiben die sich VR als Hauptthema verschrieben habe, erwarte ich, dass die Fakten zu den angesagten Produkten bekannt sind und einem Fehler von Kollegen sofirt auffallen bzw. dass man diue Fehler nicht selber macht.

        Antworten
        • Benjamin Danneberg

          Lieber Maglion,

          wir sind hier sehr bemüht, einen vernünftigen Umgangston an den Tag zu legen. „Von einem Journalisten, sind Sie überhaupt einer?“ und ähnliche Dinge gehören nicht zu einer vernünftigen Diskussion. Mein Kollege hat die Hands On-Berichte zu den Pimax-Anspielsessions auf der CES 2018 korrekt wiedergegeben und seine Einschätzung darüber kundgetan. Die Fakten sind auch korrekt: Das Pimax bislang keine 90 Hz schafft ist eine von den Herstellern bestätigte Tatsache – obwohl damit eine Kickstarterkampagne betrieben wurde (und mit noch anderen eher zweifelhaften Angaben). Interessant ist, dass sich die meisten Seiten (auch andere deutsche Seiten) zurückhaltend zum Pimax-Headset äußern, und zwar aus den Gründen, die auch englische Seiten angeben. Alles uninformierte HTC-Fans? Ich glaube kaum.

          Darüber hinaus haben wir immer deutlich gemacht, dass wir uns einen Erfolg des Pimax-Headsets wünschen, aber aus guten gründen skeptisch bleiben, bis wir uns selbst ein fundiertes Urteil bilden konnten. Ich möchte dich daher bitten, wieder zu einem sachlichen Ton zurückzukehren.

          Ein schönes Wochenende,
          Ben

          Antworten
    • Wenn Pimax kann, sollten die das Wireless-Modull kompatibel zu Vive, Vie-Pro, Rift, Pimax 4K etc. gestalten, und schon vor der eigenen 8K in den Handel bringen.
      Die Controller/Basen von Pimax kann man wohl nicht mit der vorhandenen Vive nutzen?
      Ansonsten sollen die die, wenn die fertig sind, vorab liefern…

      Die 8K selbst ist nicht „modular“ wie das Viele missverstanden hatten.
      Displays, Elektronik etc. austauschen, das nahmen ja viele an.

      Allerdings ist doch der einzige Unterschied der 8KX zur 8K der Controller mit zwei Eingängen, oder? Da könnte Pimax ja irgendwann mal eine Upgradeplatine anbieten, die über einen Anschluss echtes 4K erlaubt. Die Displays können das ja schon.
      Evtl. reicht dafür HDMI 2.1. Aber wenn es dann einen DP gäbe, den würde Ich bevorzugen.
      Die Karten haben ja z.B. (980Ti) 1x HDMI, 3x DP und zwei mal DVI.
      Also mehr DP.

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