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CES 2018: 4K-Standalone-Headset QIYU-II vorgestellt

CES 2018: 4K-Standalone-Headset QIYU-II vorgestellt

Der chinesische Hersteller iQIYI hat auf der CES ein technisch beeindruckendes VR-Headset im Gepäck. Wir stellen es euch vor.

Gehören aktuelle High End-VR-Brillen wie Oculus Rift und HTC Vive bald zum alten Eisen? Immer mehr Hersteller schicken sich an, bald die nächste Headset-Generation einzuläuten. HTC stellte auf der CES seine Vive Pro vor, Pimax zeigt ebenfalls einen neuen Prototypen seiner „8K“. Jetzt wirft auch iQIYI seinen Hut in den Ring und stellt das 4K-Standalone-Headset QIYU-II vor.

Beeindruckende technische Daten

Die bisher bekannten Eckdaten des Geräts könnten dabei durchaus einem Wunschtraum eines jeden VR-Enthusiasten entspringen. Es handelt sich um ein autarkes Headset, das keinen externen PC oder ein Smartphone als Rechenleistungslieferant benötigt. Ergo entfallen also lästige Kabel. So weit, so unspektakulär, schließlich bieten Oculus Go und das ebenfalls auf der CES präsentierte Lenovo Mirage Solo dieselbe Funktionalität.

Das QIYU-II und sein Vorgänger.

Das QIYU-II und sein Vorgänger.

Aber: Das QIYU-II glänzt mit 4K-Displays, die eine Auflösung von insgesamt 7.680 x 4.320 Pixeln vor die Augen des Betrachters zaubern sollen. Dazu kommen wie schon beim Vorgängermodell QIYU-I, das auf der letztjährigen CES Asia den Award „Bestes AR/VR-Gerät“ einheimste, 6DoF-Bewegungsfreiheit und Inside Out-Tracking.

Rechenleistung unbekannt

Da stellt sich zwangsläufig die Frage, welche Höllenmaschine der Hersteller in das Headset eingebaut hat, damit die Erfahrung nicht zu VR-Diashow vorkommt. Denn wenn schon PIMAX Probleme damit hat, bei seiner nicht-autarken VR-Brille 90 HZ Bildwiederholfrequenz zu erreichen, wie soll ein Standalone-Headset das zu einem annehmbaren Preis schaffen?

Im QIYU-I war ein Snapdragon 821-Prozessor verbaut (siehe auch das mobile Headset Pico Goblin) – der spielt aber weit unterhalb der Liga der Recheneinheiten, die für 4K oder gar 8K-VR-Gaming nötig wären. Über den Prozessor des QIYU-II ist noch nichts bekannt.

Pimax "8K"-Headset hat Probleme mit der Bildwiederholrate - Kann das QIYU-II das besser?

Pimax „8K“-Headset hat Probleme mit der Bildwiederholrate – Kann das QIYU-II das besser?

Wie passt das alles zusammen? Des Rätsels Lösung: Sowohl das QIYU-II als auch sein Vorgänger sind vor allem auf Video-Playback ausgelegt. Das ist auch keine Überraschung, schließlich betreibt Hersteller iQIYI eine der größten Online-Videoplattformen Chinas.

Fokus auf Videoinhalten

Laut PR Newswire werden Nutzer des Geräts, das für den chinesischen Markt gedacht ist, über die firmeneigene VR-Plattform Zugang zu VR-Übertragungen von Konzerten, Sportereignissen sowie zu „speziellem VR-Content“ bekommen. Zusätzlich sind Hollywood-Blockbuster sowie beliebte chinesische Filme und Serien angekündigt. Ob diese allerdings in VR ausgestrahlt werden, ist zumindest fragwürdig.

Eine Veröffentlichung des  QIYU-II in Europa ist derzeit unwahrscheinlich. Was die Übertragungen von Konzerten und Sportereignissen angeht, ist für den Westen das verbesserte Angebot von Next VR spannender. Dasselbe gilt für Intels Vorstoß in die Film- und Live-Übertragungs-Branche für VR.

Weitere spannende CES-Neuigkeiten haben wir für euch in unserem Begleitartikel zusammengefasst.

2 Kommentare

  1. Im Artikel werden hz-Zahl und fps verwechselt. Sollte nicht passieren. Die Pimax erreicht momentan noch nicht die 90hz MONITOR-Frequenz. Unabhängig davon ist die Bildwiederholrate in einer Anwendung.

    Antworten
    • Oliver Schmiedchen

      Hallo Pan Tau!

      Ich weiß schon, was du meinst, allerdings muss ich dir leider widersprechen 😉
      Das, was du als Monitor-Frequenz bezeichnest, ist die Auffrischungsrate oder Bildwiederholfrequenz eines Displays, die in Hertz angegeben wird. Dass die Bildrate einer Anwendung, die in Bildern pro Sekunde (Frames per second, FPS) gemessen wird, etwas anderes ist, stimmt natürlich. Ich behaupte im Artikel aber auch nichts Gegenteiliges 🙂

      Viele Grüße,
      Oli

      Antworten

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