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Bravo Team

PlayStation VR Spiele
6

VR-World Rating

Bravo Team im Test: Schmalspur-Shooter-Kurztrip für PlayStation VR

Direkt zum Fazit

Ein PlayStation-VR-exklusiver Koop-Titel von den Until Dawn-Machern, der den Aim-Controller unterstützt – auf dem Papier liest sich Bravo Team schon mal vielversprechend. Ob das Endergebnis mithalten kann, lest ihr im Test.

Bravo Team versteht sich als reinrassiger Koop-Shooter und das zeigt sich schon im Hauptmenü. Nachdem wir zwischen jeweils drei weiblichen und männlichen Charakteren gewählt haben, können wir uns entscheiden, ob wir mit einem KI-Partner an unserer Seite in den Kampf ziehen oder ob wir lieber echte Spieler im Online-Modus mit hinter die feindlichen Linien nehmen. Eine Solonummer ist nicht vorgesehen.

Alibi-Story

Die Handlung ist dabei völlig austauschbar. Von einer Bindung zu den Charakteren kann trotz deutscher Synchronisation keine Rede sein, weshalb sich das Spiel auch gar nicht erst die Mühe macht, uns etwas anderes vorzugaukeln. Nach einer kurzen Einführungs-Cutscene sind wir schon mittendrin im Schlamassel – und im ersten von sieben Levels. Eigentlich sollten wir die russische Präsidentin über die Grenze bringen, doch wir geraten in eine Falle und müssen uns fortan zu zweit durchschlagen.

Die Spielwelt wirkt etwas steril, ansonsten ist Bravo Team grafisch aber schön gemacht.

Die Spielwelt wirkt etwas steril, ansonsten ist Bravo Team grafisch aber schön gemacht.

Erste Amtshandlung des Bravo Teams: erst mal von dieser Brücke runter, auf der es von Gegnern nur so wimmelt. Nur dürfen wir uns nicht wie in Farpoint frei auf der Map bewegen. Stattdessen visieren wir vorgegebene Deckungspunkte aus der Ego-Perspektive an, bestätigen per Knopfdruck und unser Soldat rennt dorthin.

Schulterblick nicht vergessen!

Das schauen wir uns dann aus der Third-Person-Perspektive an und verschaffen uns währenddessen einen Überblick über das Gebiet. Das ist gewöhnungsbedürftig, aber immerhin verursacht Bravo Team so auch keine Motion Sickness. Durch die Gameplay-Schablone sind wir außerdem gezwungen, unsere Schritte mit Bedacht zu wählen, was der Taktik-Komponente zugute kommt.

Wenn wir den Controller vors Gesicht halten, können wir über Kimme und Korn zielen.

Wenn wir den Controller vors Gesicht halten, können wir über Kimme und Korn zielen.

Anschließend nieten wir dann wieder alles um, was uns vor die Flinte kommt. Wir rücken vor und lassen uns nach zu waghalsigen Aktionen von unserem Teamkameraden wiederbeleben. Dazwischen knacken wir Munitionskisten – sonst gehen uns nämlich schnell die Kugeln fürs Gewehr aus und wir müssen auf die Pistole ausweichen. Die bietet zwar unendlich Munition, hat aber weniger Durchschlagskraft und fühlt sich außerdem irgendwie falsch an, wenn wir mit dem Aim-Controller spielen.

Zielt, wie ihr wollt

Bravo Team verlangt allerdings nicht zwingend nach Sonys Gewehr-Peripherie, wir dürfen auch mit zwei Move-Controllern oder dem Dualshock 4 spielen. Das Spiel lässt uns wählen, mit welcher Hand wir feuern wollen. Nutzen wir den rechten Move-Controller fürs Schießen, erteilen wir unserem KI-Kameraden mit den Action-Tasten des linken Controllers Befehle – lassen ihn also vorrücken, in Deckung gehen und die Stellung wechseln. Mit lebendigen Mitspielern sprechen wir uns freilich per Sprach-Chat ab.

Selbst die Move-Steuerung macht hier keinen Ärger.

Selbst die Move-Steuerung macht hier keinen Ärger.

Der Rest ist Standard: Per Schultertaste des Dualshock-Controllers spitzelt unser Held aus der Deckung heraus, mit vollem Körpereinsatz weichen wir Schüssen aus. Wir zielen über Kimme und Korn und feuern auf Wunsch auch mal blind aus der Deckung heraus oder verteilen gezielt Kopfschüsse. All das funktioniert unabhängig vom gewählten Steuerungskonzept hervorragend und macht nicht mal mit den Move-Controllern Probleme, die ja sonst recht fehleranfällig sind und gern für Wackelpartien beim Zielen sorgen. Einzig der Deckungswechsel ist manchmal etwas fummelig.

Schmalspur-Koop

Man merkt, dass Supermassive viel Zeit in die Steuerung investiert hat. Leider bleibt dabei einiges auf der Strecke. Bis auf das Deckung-Schießen-Vorrücken-Spiel gibt’s in Bravo Team nämlich – genau – nichts zu tun. Auch wenn die Spielwelt etwas steril aussieht: Potenzial für coole Actionhelden-Manöver wäre locker vorhanden gewesen.

Zum Beispiel hätten wir gern feindliche Panzer gekapert, um damit auf Zerstörungstour zu gehen oder uns die Umgebung taktisch zunutze gemacht, indem wir im richtigen Moment eine Mauer wegsprengen. Scharfschützen-Action, Handgranaten-Inferno – wir hätten da eine menge cooler Ideen in petto. Davon gibt es aber leider keine einzige im Spiel.

Stattdessen müssen wir zur Auflockerung mit kleineren Schleichpassagen Vorlieb nehmen, die vor allem Spaß machen, wenn wir uns aufteilen und dann gleichzeitig von zwei verschiedenen Positionen angreifen und uns so das Überraschungsmoment sichern. Meistens verderben uns aber die selten dämlichen Gegner den Spaß, weil sie nicht mal merken, wenn ihr Patrouillenpartner direkt neben ihnen von uns überwältigt wird.

Nach drei bis vier Stunden ist die Koop-Ballerei dann auch schon wieder vorbei. Anschließend könnt ihr im Punktejagd-Modus noch auf Highscore-Jagd gehen oder Bravo Team auf einem höheren Schwierigkeitsgrad durchspielen. Allerdings dürften erfahrene Shooter-Spieler selbst auf dem höchsten der drei Schwierigkeitsgrade kaum Probleme haben.

Das VR-Spiel Bravo Team für PlayStation VR erhaltet ihr hier:

Das ist gut

  • Sehr gute Steuerung
  • Drei Schwierigkeitsgrade
  • Aim-Controller-Support

Das geht besser

  • Kurze Spielzeit
  • Reduziertes Gameplay
  • Keine Überraschungen

Fazit

Mit reduziertem Gameplay habe ich im Besonderen bei Virtual Reality-Spielen kein Problem. Vor allem nicht, wenn die Features, auf die sich der Titel beschränkt, auch gut funktionieren. Bravo Team hat mich trotzdem nicht gepackt. Klar, audiovisuell geht das PSVR-Spiel in Ordnung, die Steuerung ist makellos und auch Motion Sickness ist kein Thema. Allerdings fällt das Gameplay zu repetitiv aus und Höhepunkte oder Überraschungen bleiben gar komplett aus. Ich kann Bravo Team daher nur beinharten Koop-Fans empfehlen, die ihre Aim-Controller endlich entstauben wollen und sich nicht an der kurzen Spielzeit stören.
6

VR-World Rating

Gameplay: 4
Grafik: 7
Sound: 7
Steuerung: 9
Immersion: 6
Umfang: 5
Zum Anfang

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