ANZEIGE

Beat Saber im Early Access-Test: Guitar Hero trifft Star Wars in VR

© Hyperbolic Magnetism

Die VR-Lichtschwerter von Beat Saber haben schon weit vor dem Release des Spiels für jede Menge Buzz gesorgt. Jetzt ist der heiß erwartete Mix aus Star Wars und Guitar Hero in den Early Access gestartet. Wir haben den Titel ausprobiert: Ist die Macht mit Beat Saber oder ist das Spiel ein Fall für die dunkle Seite?

Das VR Rhythmusspiel Beat Saber sieht in Mixed Reality-Videos nach jeder Menge Spaß aus, einige Tracks aus dem Soundtrack gingen bereits viral. Jetzt ist der Titel im Early Access angekommen und damit endlich spielbar – hat sich das Warten gelohnt?

Beat Saber: Ausgereifter Early Access

Trotz des Early Access-Status macht Beat Saber bereits jetzt einen ziemlich kompletten Eindruck. Das Hauptmenü ist übersichtlich organisiert und glänzt mit demselben Minimalismus, den auch die Spielästhetik auszeichnet und wir können so ziemlich alles Denkbare nach unserem Geschmack und der Leistung unseres PCs konfigurieren.

Das gilt sowohl für die Kalibrierung des virtuellen Spielfelds als auch für die Grafik, bei der wir Supersampling sowie die Detailtreue der Spielumgebung in mehreren Stufen regulieren können. Folglich ist Beat Saber auch auf schwächeren Rechnern gut spielbar, was defintiv ein Grund zur Freude ist: Denn das Spielerlebnis ist einen Ausflug in die virtuelle Realität definitiv wert.

Reaktion und Präzision in Kombination

Die Prämisse des Gameplays ist dabei relativ simpel: In jeder unserer Hände führen wir ein Lichtschwert (links rot, rechts blau), das wir mit unseren Bewegungscontrollern steuern. Außer unsere virtuellen Meinungsverstärker zu schwingen, müssen wir im Prinzip nichts tun, denn wie im spielerisch eng verwandten BOXVR kommt die Steuerung komplett ohne Knöpfe aus.

Leicht ist Beat Saber deswegen aber noch lange nicht. Unsere Aufgabe ist es nämlich, heranfliegende Würfel im Takt der Musik mit unseren Lichtschwertern zu zerschlagen. Dabei müssen wir sowohl auf die Farbe der Würfel achten, als auch auf den Richtungspfeil, der auf ihnen angezeigt wird. Denn nur, wenn wir mit dem richtigen Schwert aus der richtigen Richtung zuschlagen, bekommen wir Punkte.

Bei Beat Saber bleibt absolut keine Zeit zum Verschnaufen.

Bei Beat Saber bleibt absolut keine Zeit zum Verschnaufen.

Schaffen wir das nicht oder verfehlen gar, endet unsere Kombo und unsere Lebensenergie schwindet. Besonders auf höheren Schwierigkeitsgraden, bei denen die Würfel schneller angeflogen kommen als Han Solos Millennium Falcon, heißt es dann schnell: Game Over. Erschwert wird uns das VR-Leben noch durch Bomben und Wände, denen wir ausweichen müssen – wir sind dadurch ständig in Bewegung.

Beat Saber: Ein Spiel für jeden

Zum Glück gibt es vier Schwierigkeitsgrade und eine Reihe von Zusatzoptionen, die Beat Saber für Spieler aller Fertigkeits- und Fitnessstufen zu einem spaßigen Erlebnis machen. Wir können zum Beispiel einen Modus wählen, in dem die Schlagrichtung egal ist, was das Ganze um einiges leichter macht.

Auch einen Übungsmodus, in dem wir keine Lebensenergie verlierren, gibt es – spielen wir diesen, tauchen wir allerdings nicht in den Spiel-Bestenlisten auf.

Der Einhandmodus verlangt uns übermenschliche Reaktionen ab.

Der Einhandmodus verlangt uns übermenschliche Reaktionen ab.

Für ganz Hartgesottende gibt es noch den Einhandmodus, in dem wir nur ein Schwert führen, was das Spiel nicht einfacher, sondern um den Schätzfaktor 9.000 schwerer macht. Freunde gepflegter Wohnzimmerduelle freuen sich außerdem über den Partymodus, in dem wir nacheinander dasselbe Level spielen und uns dann in einer lokalen Highscore-Liste eintragen können.

Die visuelle Macht der Musik

Die Jagd nach der Bestpunktzahl ist sowieso der motivierende Faktor hinter Beat Saber. Für jedes der insgesamt 10 spielbaren Lieder gibt es für jeden verfügbaren Modus ein eigenes globales Leaderboard.

Dort in den Rängen aufzusteigen macht aber nur deshalb Spaß, weil die Musik, die hauptsächlich von Entwickler Jaroslav Beck komponiert wurde, einfach genial ist. Sehr schön ist, das für so gut wie jeden Geschmack etwas dabei ist: Die Palette reicht von Elektro über Rap bis zu Rock.

Jedes der Stücke wurde speziell für Beat Saber geschrieben und die jeweiligen Spiellevels passgenau auf sie zugeschnitten. Kombiniert mit den befriedigenden Soundeffekten (treffen wir, „verstärken“ wir dadurch den Beat) kommen wir schnell in eine Art Flow, in dem wir das Grinsen kaum noch aus dem Gesicht bekommen.

Visuell ist Beat Saber ebenfalls ein echtes Erlebnis. Durch die Kombination aus Musik, Sound, Steuerung und coolen Lichteffekten tauchen wir völlig in die Spielwelt ein.

Ein fast perfektes Erlebnis

Allerdings stören einige wenige Kleinigkeiten das Bild. Ganz selten kommt es z.B. vor, dass das Spiel Treffer nicht registriert, was unsere Kombo zerstört. Zudem wirken die höheren Schwierigkeitsgrade manchmal ein wenig unfair. Die Blöcke kommen dann mit einem Affenzahn und in extrem kurzen Abständen angeflogen, was unserer Reaktionsfähigkeit alles abverlangt. Zusätzlich ändert sich manchmal noch kurz bevor wir zuschlagen wollen die Schlagrichtung. Das birgt durchaus Frustrationspotential.

Andererseits sind die Level alle recht kurz und bieten ein forderndes Hochintensitäts-Workout in VR. Hier kommen wir ähnlich schnell ins schwitzen wie in BOXVR, müssen uns aber gleichzeitig noch mehr auf unsere Hand-Auge-Koordination konzentrieren.

Für die Early Acces-Phase versprechen die Entwickler unter anderem neue Musikstücke sowie einen Spielmodus für Menschen mit Farbenblindheit. Außerdem sind ein Missionsmodus sowie ein Leveleditor geplant. Zum Preis von knapp 20 Euro auf Steam bzw. im Oculus Store bekommt ihr aber schon jetzt ein tolles Spiel. Beat Saber ist auf Oculus Rift, HTC Vive und WIndows Mixed Reality-Headsets spielbar.

Habt ihr Beat Saber schon ausprobiert oder wollt es euch zulegen? Berichtet uns in den Kommentaren von eurer Meinung zum Spiel!

1 Kommentar

Verfasse eine Antwort

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

Enter Captcha Here : *

Reload Image

Teilen Sie Inhalte mit Freunden

Beim Aktivieren dieser Funktion akzeptieren Sie, dass Ihre personenbezogenen Daten (z.B. IP-Adresse, URL der besuchten Webseite, Datum und Uhrzeit Ihres Seitenbesuches) an Facebook, Google, Twitter, Pinterest, LinkedIn, Reddit oder Tumblr in ein Land außerhalb Deutschlands (z.B. USA) übermittelt und dort unter Umständen gespeichert werden. Ihr Webseitenbesuch kann so Ihrem Account in diesen Sozialen Netzwerken zugeordnet und dadurch Ihr Surfverhalten beobachtet sowie Profile erstellt werden.
X