Battle Planet

Google Daydream Spiele
8

VR-World Rating

Krieg der Welten XS-Edition

Direkt zum Fazit

Ein Rogue-like One-Stick-Wave-Shooter exklusiv für Google Daydream vom deutschen Hersteller Threaks. So viele Signalworte in einem Satz verheißen meist nichts Gutes, doch die permanente Rettung eines kleinen Planeten in Battle Planet bringt ziemlich viel Spaß mit sich.

Battle Planet versetzt euch in die Rolle eines hochspezialisierten Einzelkämpfers, der auf einem Planeten im Weltall ausgesetzt wird, um diesen vor der Zerstörung zu bewahren. Ihr bekämpft nicht nur Welle um Welle verschiedene Gegner, sondern entschärft ebenfalls  Bomben, die euer Gegenspieler auf dem Planeten absetzt. Da die Story von Battle Planet eher zweitrangig ist, belassen wir es hiermit dabei und konzentrieren uns auf das Gameplay.

One-Stick-Steuerung

Da das Spiel ausschließlich für Google Daydream produziert wurde, klappt die Steuerung über die Fernbedienung des Daydream View-Headsets tadellos. Ihr steuert die Spielfigur über das Touchpad. Bewegt ihr euren Finger über das Touchpad läuft die Figur in die entsprechende Richtung. Den Abzug eurer Waffe bedient ihr dabei nicht selbst, da Battle Planet das Schießen für euch übernimmt, sobald sich ein Gegner grob in eurem erweiterten Sichtfeld befindet.

Screenshot Battle Planet

Eure Spielfigur befindet sich immer am euch nahsten Punkt des Planeten. / © Threaks

Die Steuerung über das Touchpad der Fernbedienung qualifiziert Battle Planet als One-Stick-Shooter. Im Unterschied zu den üblichen Twin-Stick-Shootern, die momentan ein kleines Revival auf dem Computer und Konsolen erleben, schießt ihr immer in die Richtung in die ihr lauft. Damit geht der eigentlich Witz und Anreiz eines Twin-Stick-Shooters verloren, da ihr nicht in eine Richtung laufen und in eine andere Richtung schießen könnt. Zumindest habt ihr nicht die Kontrolle über euer Vorgehen, wie ihr es aus Twin-Stick-Shootern eventuell gewohnt seid.

Wellenförmges Gameplay

Auf den Mini-Planeten von Battle Planet strömen euch Welle um Welle Gegner entgegen, die ihr besiegen müsst. Das eigentliche Ziel liegt aber darin, das ihr Bomben entschärft, die in jeder Runde erneut auf dem Planeten platziert werden. Um eine solche Bombe unbrauchbar zu machen, begebt ihr euch in deren Nähe und haltet für eine gewisse Zeit die Stellung. Habt ihr alle Bomben auf dem Planeten entschärft, endet die Runde. In jeder Runde kämpft ihr obendrein noch gegen ein Zeitlimit. Die Bomben besitzen nämlich einen Timer innerhalb dessen die Entschärfung abgeschlossen werden muss. Schafft ihr es nicht, alle Bomben in der vorgegebenen Zeit zu unschädlich zu machen, leidet der Planet.

Screenshot Battle Planet

Die dreieckige Markierung oben links zeigt euch den Weg zur nächsten Bombe an. / © Threaks

Jede explodierte Bombe reißt einen Krater in die Planetenoberfläche und zerstört somit den Planeten. Hat der Planet zu sehr unter euren Misserfolgen gelitten, endet das Spiel. Damit euch die Krater nicht zu sehr im Weg stehen, besitzt euer Supersoldat einen Jetpack mit dem er für kurze Zeit durch die Luft schweben kann. Lauft ihr auf eine Klippe zu aktiviert sich der Jetpack automatisch, durch einen Druck auf das Touchpad der Fernbedienung zündet und stoppt ihr euren Jetpack auch manuell.

Rogue-eske Ähnlichkeiten

Entschärft ihr rechtzeitig alle Bomben auf dem Planeten, hagelt es nicht nur Bonuspunkte, ihr dürft ebenfalls aus verschiedenen Upgrades und Boni auswählen, die euch bis zu eurem nächsten Ableben stärken. Zu den Upgrades zählen Dinge wie eine automatische Heilung, die Fähigkeit Gegner mit dem Jetpack aus der Luft zu rammen oder beim Aufsammeln einer Waffe mehr Munition zu erhalten. Je besser ihr spielt, desto schlagkräftiger werdet ihr.

Screenshot Battle Planet

Solche Krater entstehen, wenn ihr eine Bombe nicht rechtzeitig entschärft. / © Threaks

Alle Elemente zusammengenommen machen Battle Planet zu einem spaßigen und fordernden Unterfangen. Die Steuerung geht nach kurzer Eingewöhnung locker von der Hand, der Grafikstil bleibt immer übersichtlich und wirkt nie überladen und das Meistern von Jetpack, Bewegung und Bomben- und Gegnerbeseitigung bedarf einiges an Übung. Stellenweise fehlte uns allerdings der Überblick über den Planeten, um den richtigen Weg zur nächsten Bombe zu finden. Auch wenn die Planeten klein aussehen, besteht die Möglichkeit, recht lange orientierungslos auf der Planetenoberfläche umherzuirren.

Hier findet ihr Battle Planet:

Das ist gut

  • Sehr gut umgesetzter Genre-Mix
  • Forderndes Gameplay
  • Ansprechender Grafikstil

Das geht besser

  • Vereinzelte Übersichtsprobleme

Fazit

Battle Planet bringt mit seiner Steuerung eine gewisse Einstiegshürde mit sich, die aber recht schnell überwunden werden kann. Dann gewinnt die Schießerei auf den Mini-Planeten sogar eine gewisse Tiefe. Hier und da fehlte uns etwas die Übersicht über die Planetenoberfläche, irgendwie haben wir aber immer die nächste Bombe gefunden, wenn auch nicht immer rechtzeitig genug. Die Kombination, die Battle Planet auffährt, haben die Entwickler sehr gut umgesetzt und kein Spielelement steht dem anderen im Weg oder wirkt für sich genommen fehl am Platz.
8

VR-World Rating

Grafik: 8
Sound: 8
Gameplay: 9
Steuerung: 7
Immersion: 7
Umfang: 8
Zum Anfang

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