Bandit Six

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5

VR-World Rating

Einfältig bis zum Horizont

Direkt zum Fazit

Ihr klemmt euch hinter die Bordkanone eines Bombers im zweiten Weltkrieg und nehmt einen feindlichen Kampfflieger nach dem anderen aufs Korn. Das ist Bandit Six – nicht mehr und auch nicht weniger.

Bandit Six bietet schon noch ein wenig mehr, die zentrale Gameplay-Schleife bleibt aber im Laufe der über 50 Missionen unverändert. Zusätzlich stehen die Einsätze in keinerlei Verbindung miteinander, abgesehen von der Tatsache, dass ihr immer an der Bordkanone eines Bombers im zweiten Weltkrieg sitzt.

Screenshot aus Bandit Six

Der gelbe Balken neben eurem Fadenkreuz zeigt eure Lebensenergie an, links wird euch die Temperatur eurer Kanonen angezeigt. / © Climax Studios

Eure Bordkanone steuert ihr bei Bandit Six hauptsächlich mit eurem Blick. Schaut ihr beispielsweise nach links, wandert euer Fadenkreuz nach links. Die Steuerung funktioniert bei unserer Testversion mit dem Google Daydream View-Headset grundsätzlich sehr gut, birgt aber hin und wieder Frustmomente, da ihr euren Blick auf den zu bekämpfenden Gegner richten müsst und nicht immer mitbekommt, was am Rand eures Sichtfeldes passiert. Die Versionen für Samsungs Gear VR, Googles Cardboard-Headsets und für PlayStation VR – dort gibt es Bandit Six zusammen mit Bandit Six: Salvo im Bundle – funktionieren genauso.

Kein Klacks

Bei den Missionen geben sich wenige verschiedene Aufgaben die Klinke in die Hand. In jeder Mission geht es natürlich darum, die feindlichen Flugzeuge vom Himmel zu schießen, dabei eskortiert und beschützt ihr eigene Transportflugzeuge, kämpft gegen ein Zeitlimit an oder müsst eine bestimmte Anzahl eines bestimmten Gegnertyps über den Jordan schicken. Gerade die Eskortmissionen bestechen besonders durch ihren hohen, fast unfairen Schwierigkeitsgrad.

Denn Bandit Six ist an sich schon kein einfaches Spiel für Zwischendurch, auch wenn es euch durch seine Aufmachung vorgaukelt, ein solches zu sein. Wer versucht, mit Bandit Six hier und da mal eine Lücke bzw. Pause zu füllen, rechnet besser mit mehr Frust als Glücksgefühlen. Für viele Missionen brauchten wir zumindest mehrere Anläufe bevor wir sie überhaupt erfolgreich überstanden hatten.

Auf den zweiten Blick

Spielerisch bringen die verschiedenen Gegnertypen Vielfalt in den Alltag eines Bordkanoniers. Eure Gegner unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern fliegen ihre eigenen Angriffsmuster. Der erste Gegnertyp, der euch begegnet, fliegt beispielsweise schnurstracks auf euch zu, während spätere Gegner bei Beschuss ein Ausweichmanöver einleiten. Schafft ihr es, einen Gegner nicht auf Anhieb vom Himmel zu holen, dreht dieser eine Runde und greift euch erneut an. Das führt unter Umständen aber dazu, dass ihr plötzlich alle Hände voll zu tun habt, da sich die angeschlagenen Feinde zu den neu auftauchenden Feindkollegen gesellen.

Screenshot von Bandit Six

Die Pfeile um unser Fadenkreuz zeigen euch eure Gegner an. Dabei ist egal, ob ihr sie angreifen könnt oder nicht. / © Climax Studios

Das Problematische daran ist, dass ihr eure Gegner zwar beim Zurückfliegen sehen, aber nicht abschießen könnt. Erst, wenn sie wieder in euer Schussfeld einbiegen und euch entgegenfliegen, erlaubt euch Bandit Six, ihnen Schaden zu zufügen. Ob uns das feindliche Gesocks schon entgegenkommt oder nicht, sehen wir zuweilen und Hardware-bedingt erst auf den zweiten Blick, da durch die Auflösung der Headsets entfernte Flugzeuge zu kleinen grauen Flecken verkommen. Zusätzlich begegnen euch in den Lüften noch feindliche Transportflugzeuge, die nach ihrem Abschuss Fracht verlieren. Schießt ihr die Fracht auch noch ab, erhaltet ihr einen zeitlich begrenzten Boost wie stärkere Feuerkraft oder eine höhere Feuerrate.

Vorhaltungen

Bandit Six macht es uns nicht leicht, mit unserem Finger auf ein spezifisches Problem zu zeigen. Das unserer Meinung nach schwerwiegendste Versäumnis liegt im fehlenden Vorhaltepunkt. Wobei das nicht ganz korrekt ist, denn den Vorhaltepunkt gibt es, doch er wird weder erklärt noch visualisiert. Der Vorhaltepunkt, wie ihr ihn eventuell aus älteren Weltraumsimulationen à la X-Wing oder Wing Commander kennt, hilft euch beim Anvisieren sich bewegender Ziele. Sprich, wenn ihr auf den Vorhaltepunkt schießt anstatt auf das Flugzeug selbst, trefft ihr es auch.

Der fehlende Vorhaltepunkt in Verbindung mit der schlecht einschätzbaren räumlichen Position der Gegner in der Entfernung, führt unweigerlich zu kurzen Phasen des Suchens nach dem Vorhaltepunkt. Diese Sekunden fehlen euch beim Bekämpfen anderer Gegner, die dadurch mehr Schaden anrichten können. Klar, mit der Zeit entwickelt ihr eventuell ein Gefühl für den Vorhaltepunkt, doch bei einem Spiel mit Zwischendurch-Charakter, wie es Bandit Six eines ist, geht dieses Gefühl leider sehr schnell wieder verloren.

Fortschritt trotz Scheitern

Pro erfolgreich überstandener Mission sammelt ihr bis zu drei Sterne. Darüber schaltet ihr weitere Missionen und Waffen frei. Hängt ihr an einer Mission fest, bleibt euch nicht viel übrig, außer diese Mission irgendwie zu bestehen oder in einer vorigen Mission ein besseres Ergebnis zu erzielen. Anders funktioniert die reine In-Game-Währung. Nach jeder Mission, egal ob ihr erfolgreich oder erfolglos wart, erhaltet ihr Penunzen.

Screenshot von Bandit Six

Ein bisschen Abwechslung in der Szenerie gibt es schon, Auswirkungen hat dies aber keine. / © Climax Studios

Zwischen den Missionen verbessert ihr mit eurem hart erarbeiteten Geld euer Flugzeug. Neben stärkerer Panzerung, verpasst ihr euren Waffen eine höhere Durchschlagskraft, verringert die Abkühlzeit und erhöht die Schussrate. In einem weiteren Menü verbessert ihr sogar die Wirkung der verschiedenen Boosts, um während den Luftgefechten vorübergehend noch besser da zu stehen.

Hier findest du Bandit Six:

Das ist gut

  • Verschiedene Gegnertypen

Das geht besser

  • Kaum Abwechslung
  • Teilweise unfaire Missionen
  • Keine Steuerungsalternative

Fazit

Bandit Six bietet eine einigermaßen solide Gameplay-Basis, schafft es aber nicht diese Basis sinnvoll, spannend und motivierend auszubauen. Macken im Design und teils unfaire Missionen trüben den Spielspaß und verstärken die Monotonie des Actionspiels. Frustresistente Menschen und Masochisten können trotzdem zugreifen.
5

VR-World Rating

Gameplay: 4
Steuerung: 4
Grafik: 7
Sound: 6
Umfang: 6
Zum Anfang

1 Kommentar

  1. Wie ladet man das runter ?

    Antworten

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