Bandit Six: Salvo

Google Daydream PlayStation VR Spiele
8

VR-World Rating

7.7

VR-User

Bandit Six in ordentlich

In Bandit Six: Salvo übernehmt ihr das Kommando über stationäre Geschütztürme und verteidigt eure Position gegen herannahende Gegnerwellen. Verglichen mit dem Boardkanonensimulator und Vorgänger Bandit Six erdrückt uns Salvo nicht mit Monotonie – ganz im Gegenteil.

Die Unterschiede zum Vorgänger stechen euch schon im Hauptmenü des Kriegsspiels in die Augen. Auf der vor euch stehenden Stellwand wählt ihr nicht mehr eure nächste Mission aus, sondern defensive oder offensive Verbesserungen und vor euch liegt eine Karte des nächsten Missionsgebiets auf der ihr verschiedene Kanonen an vorgegebene Stellen stellt.

Planerische Abwechslung

Dabei stehen euch verschiedene Geschütztürme wie Kanonen, Mörser oder Artillerie zur Verfügung. In der Aufteilung lässt euch Bandit Six: Salvo freie Hand. Zwei Kanonen und einen Mörser oder doch lieber noch ein Artilleriegeschütz zum Mörser und der Kanone? Alles kein Problem. Habt ihr die Positionen eurer Geschütze festgelegt, verbessert ihr deren Eigenschaften mithilfe der Boni, die vor euch auf der Stellwand verzeichnet sind.

Screenshot von Bandit Six: Salvo

Vor jeder Mission gibt es eine kleine Planungsphase, in der ihr eure Geschütze platziert und mit Verbesserungen ausstattet.

Jedes Geschütz besitzt Slots für zwei solcher Karten, die beispielsweise die Lebensenergie der Geschütze erhöhen oder ihnen weitere Fähigkeiten wie panzerbrechende Munition verleihen. Bevor ihr die Karten aber benutzen könnt, müsst ihr sie „kaufen“. Pro Mission verdient ihr euch neben Sternen, die weitere Missionen freischalten, Geld, das ihr in die Karten investieren könnt.

Welche Karten ihr euren Geschützen zuteilt, wirkt sich merklich auf den Missionsablauf aus. Die richtige Kartenwahl, aber auch die richtige Positionierung der Geschütze beschert euch in manchen Missionen den nötigen Vorteil, um siegreich zu sein.

Kriegerische Abwechslung

In den Missionen selbst wehrt ihr euch gegen Angriffswellen aus der Luft, vom Land und vom Wasser. Dabei spult Bandit Six: Salvo über die Missionen hinweg nicht einfach immer die gleiche Leier ab, sondern serviert euch einen abwechslungsreichen Mix an Orten und Gegnern.

Klar, im Kern geht es darum, alle Gegner zu eliminieren, doch Salvo macht die Schießbude durch spannende Aufgaben wesentlich interessanter als sein Vorgänger. Mal verteidigt ihr einen Strand gegen landende Truppen, mal hindert ihr den Feind daran, eine Brücke zu überqueren oder ihr verteidigt ein wichtiges Krankenhaus.

Screenshot von Bandit Six: Salvo

In dieser Mission müsst ihr ein Krankenhaus drei Minuten lang vor den Angreifern beschützen.

Die Geschütztürme, die ihr vor einer Mission gewissenhaft platziert habt, dürft ihr während einer Mission natürlich alle kommandieren. Bei unserer Google Daydream-Testversion genügte ein Wischer über das Touchpad, um zum nächsten Turm zu wechseln. Die Geschütze, die ihr nicht besetzt, liegen dann nicht etwa brach, sondern werden von der KI übernommen und geben euren Gegner selbstständig Tacheles.

Dabei macht die KI einen recht passablen Job, der Grundsatz ist aber, dass ihr einen besseren machen würdet. Sprich, der Geschützturm, der von euch besetzt wird, arbeitet am effektivsten.

Spielerische Abwechslung

Verschiedene Gegner zu Land, Wasser und in der Luft, verschiedene Geschütztürme, die ihr frei kontrollieren dürft, flexibles Verbesserungssystem über offensive und defensive Karten, abwechslungsreiche, herausfordernde, aber nie unfaire Missionen, die zwar selten etwas am Spielprinzip ändern, aber das Ganze immer wieder interessant gestalten – Bandit Six: Salvo ist in jeglicher Hinsicht das bessere Bandit Six. Jede Mission fühlt sich anders an und die Verbesserungen durch die Karten bringen spürbare Unterschiede mit sich.

Bei der Eingabe setzt Entwickler Climax Studios wieder auf die Blicksteuerung in Verbindung mit einem Knopf zum Abfeuern der Geschütze und zum Wechseln zwischen den einzelnen Türmen. In Bandit Six: Salvo funktioniert diese Art der Steuerung wesentlich besser als noch im Vorgänger Bandit Six. Wir verlieren zwar hin und wieder den Überblick über das Schlachtfeld, aber dadurch, dass sich unsere Gegner so gut wie nie in einen toten Winkel befinden oder grundsätzlich nicht angreifbar sind, können wir in jeder Situation viel besser entscheiden wen wir am besten angreifen.

Screenshot von Bandit Six: Salvo

Der Comic-Stil von Bandit Six: Salvo erleichtert nicht nur die Übersicht, sondern zaubert mitunter auch malerische Szenen auf euer Display.

Doch auch hier hat der Entwickler nachgebessert und erlaubt euch jetzt den Wechsel zur Cursorsteuerung. Damit trennt sich zumindest bei den Versionen für Google Daydream und PlayStation VR euer Blick von eurem Fadenkreuz und ihr seid in der Lage, euren Blick etwas schweifen zu lassen während ihr weiterhin einen Gegner gezielt aufs Korn nehmt. Durch den Comic-artigen Grafikstil hebt sich Salvo optisch von seinem Vorgänger ab. Dadurch wirkt das Spiel zwar nicht mehr ganz so ernst, bietet aber eine bessere Erkennbarkeit der Gegner.

Hier findest du Bandit Six: Salvo:

Das ist gut

  • Abwechlsungsreiche Missionen
  • Verschiedene Steuerungsoptionen
  • Übersichtlicher Grafikstil
  • Sinnvolles Planungssystem

Das geht besser

  • Seltene Übersichtsprobleme

Fazit

Bandit Six: Salvo macht so ziemlich alles richtig und definitiv alles besser als sein Vorgänger. Die Missionen spielen sich abwechslungsreich und durch die kleine Planungsphase vor jeder Mission bekomme ich die Möglichkeit, Einfluss auf den Missionsablauf zu nehmen.In den Missionen merke ich oft selbst, dass einige meiner Entscheidungen nicht so der Knaller waren und ich deswegen scheitere. Bandit Six: Salvo ist daher nicht mehr für Masochisten, sondern vielmehr für Gelegenheitsspieler und VR-Einsteiger geeignet.
8

VR-World Rating

Gameplay: 8
Steuerung: 8
Grafik: 8
Sound: 8
Umfang: 7

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