Augmented Reality HTC Vive und Oculus Rift zur AR-Brille machen

Zed Mini - Augmented Reality mit Vive und Rift

Oculus Rift und HTC Vive sind Virtual Reality-Brillen. Für Augmented Reality-Anwendungen sind beide Modellen nicht gemacht. Mit dem ZED Mini könnte sich das ändern. 

Augmented Reality und Vive bzw. Rift? Das war bisher nicht möglich. Die HTC Vive besitzt zwar eine externe Kamera, die aber für AR viel zu schwachbrüstig ist. Bei der Oculus Rift ist erst gar keine Kamera vorhanden. Diesem Umstand will Hardwarehersteller Stereolabs jetzt mit der Zusatzkamera ZED Mini entgegenwirken.

Hardware-Addon für Rift und Vive

Die Kamera wird mittels einer mitgelieferten Montagevorrichtung vorn an eurer VR-Brille befestigt. Zum Anschluss an euren Rechner benötigt ihr zwingend einen freien USB 3.0-Port. Da das ZED Mini mit Inside Out-Tracking ausgestattet sind, benötigt ihr für AR-Erfahrungen keine externen Sensoren.

Ihr könnt das das Gerät zum satten Preis von 449 USD plus Versandkosten vorbestellen. Bei einer Lieferung nach Deutschland müsst ihr aber damit rechnen, zusätzlich Einfuhrumsatzsteuer zu zahlen.

Im Demonstrationsvideo von Stereolabs sieht die Technologie vielversprechend aus.

Hohe Hardwareanforderungen, niedrige Bildrate

Allerdings bleiben einige Fragezeichen. Zunächst ist da das zusätzliche Gewicht. Aufgrund der Montageposition bedeutet die ZED Mini zusätzlichen Druck auf Nase und Wangenknochen – ob das Ganze nach einer Weile unangenehm wird, wird sich zeigen müssen.

Auch die Hardwareanforderungen sind noch saftiger, als ihr das aus dem VR-Bereich sowieso schon gewohnt seid: Stereolabs nennt als Mindestanforderungen an euer System einen 3 GHZ-Vierkernprozessor, 8 GB RAM und eine NVIDIA GTX 1070. Das sind übrigens fast die gleichen Systemvoraussetzungen wie für Doom VFR – nur bekommt ihr durch das ZED Mini (normalerweise) keine Dämonen vor die Linse.

AR mit VR-Headsets - wie gut funktioniert das?

AR mit VR-Headsets – wie gut funktioniert das?

Das Sichtfeld (FOV, Field of View) beträgt gegenüber den von Vive und Rift gewohnten 110 Grad laut Hersteller lediglich „über 100 Grad“, außerdem beträgt die Bildwiederholrate bei 720p nur 60 FPS. Ob das ein ähnliches Problem für AR ist, wie für VR (hier sollten VR-Erfahrungen eine Bildwiederholungsrate von 90 Hz haben, um das Risiko von Motion Sickness zu minimieren) ist noch nicht klar. Allerdings dürfte die Darstellung der realen Umgebung einen eher positiven Effekt auf die Wahrnehmung haben.

Das Konzept ist zweifelsohne spannend, ob es aber wirklich gut funktioniert, werden erst die Tests zeigen. Wenn ihr weitere spannende Infos über Augmented Reality sucht, dann schaut euch unser Feature zu Microsoft Hololens an.

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