Asus ZenFone AR

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Mit dem Zenfone AR bringt der taiwanesische Hersteller Asus das weltweit erste Smartphone auf den Markt, das nicht nur Googles Virtual Reality-Plattform Daydream unterstützt, sondern mit Google Tango auch der Augmented Reality Einzug in den Endkundenmarkt gewährt.

Bei dem Asus Zenfone AR handelt es sich ganz klar um ein Smartphone im Premiumsegment, das mit 899 Euro zu Buche schlägt. Damit reiht es sich zumindest preislich in die Riege von Apples iPhone 7, Samsungs Galaxy S8 und Googles Pixel XL ein. Verglichen mit den genannten Flaggschiffen der anderen Hersteller steckt in der Packung des Zenfone AR schon ziemlich viel drin.

Neben dem Smartphone selbst und dem benötigten Netzstecker samt USB-A auf USB 2.0 Typ C Kabel findet ihr noch einen Screenprotector für die Vorderseite sowie eine passende, durchsichtige Schutzhülle aus Plastik für die Rückseite in der Schachtel.

Ebenfalls findet ihr – anders als bei Googles Pixel-Telefonen – einen Satz Kopfhörer in der gummierten Box. Die Asus-eigenen In-Ear-Kopfhörer ZenEar S sehen schick aus, hören sich trotz Bassschwäche vernünftig an, kommen aber nicht an die Kopfhörer von AKG heran, die dem Samsung S8 beiliegen.

Unter der Haube: Sand von Gestern

Virtual und Augmented Reality-Anwendungen sind recht rechenintensive Biester, da braucht es entsprechend potente Hardware. Gerade in Hinsicht auf die verbaute CPU und GPU hegten wir beim ZenFone AR die Hoffnung, einen Leistungssprung im Vergleich zu Googles Pixel zu erhalten.

Zwar spendiert Asus seinem Flagschiff mindestens sechs Gigabyte Arbeitsspeicher, setzt aber bei CPU und GPU auf Modelle aus dem vergangenen Jahr. Mit dem verbauten Snapdragon 821 und dem Adreno 530 von Qualcomm steckt Asus dieselben Sandgebilde ins ZenFone AR wie Google, Motorola und ZTE in ihre Daydream-fähigen Geräte. Lediglich Samsung verbaut in seinem Galaxy S8 und S8+ die neue 835- und 540-Baureihe.

Screenshot ZenFone AR Kopfhörer

Die beiliegenden Kopfhörer kommen in einer schönen Verpackung und liefern einen guten Sound.

Damit bleibt der erwartete Leistungsschub zwar aus, genügend Power für aktuelle VR- und AR-Anwendung bringt das ZenFone AR trotzdem mit. Einen alleinigen Kaufgrund stellen die verbaute CPU und GPU Mitte 2017 aber nicht mehr dar.

Abseits der Rechenhirne lässt das ZenFone AR hingegen kaum einen Wunsch offen: LTE, Bluetooth 4.2, GPS mit BDS, GLONAS und A-GPS, einem ultraschnellen Fingerabdruckleser, Dual-SIM, Wi-Fi bis zum ac-Standard, bis zu 256 GB internen Speicher, der sich über eine bis zwei Terabyte große microSD-Karte erweitern lässt, eine 23 Megapixel starke Rückkamera, eine Frontkamera mit acht Megapixeln, einen Kopfhöreranschluss, der von DTS Headphone X-Software befeuert wird, und natürlich Google Tango.

Erweiterte Realität mit Google Tango

Mit Tango bezeichnet Google seine autark arbeitende Augmented Reality-Plattform. Autark bedeutet hier, dass Tango-Geräte wie das Asus ZenFone AR alle benötigten Daten selbst erhebt. Dazu verwendet Tango nicht nur das Gyroskop, den Beschleunigungs- und weitere Sensoren im Smartphone, sondern benötigt spezielle Kameras.

Neben der bereits erwähnten 23 Megapixel-Kamera ziert noch eine Kamera mit Fischaugenlinse zur Bewegungserkennung und eine Infrarotkamera zur Tiefenerkennung die Rückseite des ZenFone.

Anhand der gesammelten Daten erkennt Tango mit Hilfe spezieller Algorithmen eure Umgebung, versteht Entfernungen und registriert, wenn ihr euch im Raum bewegt. Apps, die für Google Tango entwickelt wurden, erlauben euch beispielsweise, virtuelle 3D-Objekte in den realen Raum zu stellen.

Diejenigen Apps, die uns zum Testen von Google Tango zur Verfügung standen, funktionieren problemlos und erkennen verschiedene Räumlichkeiten mühelos. Bei verschiedenen Ebenen, die durch Tische und Stühle entstehen, gibt es hingegen abhängig von der verwendeten Software einige Ungereimtheiten.

Beinahe perfekt funktioniert das AR-System von Google bis zu einer Entfernung von circa zwei Metern. Bei größeren Entfernungen stößt die Tiefenerkennung allerdings an ihre Grenzen.

Screenshot Rückseite ZenFone AR

Mit dem TriCam-System erkennt das ZenFone AR eure Umgebung.

Da Google Tango die virtuellen, von euch platzierten Objekte fest im Raum verankert, besteht die Möglichkeit, durch physische Bewegungen in Richtung des virtuellen Objektes näher an dieses heranzugehen oder aus einiger Entfernung zu betrachten. Dabei werden die 3D-Objekte in ihrer wirklichen Größe angezeigt. Während Dominosteine nur wenige Zentimeter hoch sind, belegt ein Wandschrank oder ein Bett einen beachtlichen Teil des Raumes.

Wir haben zwar keine Vergleichsmöglichkeiten, um beurteilen zu können, wie Google Tango auf anderen Endgeräten läuft, möchten aber zumindest bestätigen, dass das ZenFone AR bis auf vereinzelte Abstürze alle Apps problemlos bewältigt.

Wenn ihr mehr über die von uns getesteten Google Tango Augmented Reality-Apps erfahren wollt, schaut in unseren Artikel zu den Google Tango AR-Apps, die wir mit dem Asus ZenFone AR ausprobiert haben. Die genaue Funktionsweise von Google Tango haben wir in einem gesonderten Artikel ebenfalls erläutert.

Ordinäre Realität – Das ZenFone AR im Alltag

Beim täglichen Gebrauch ist wohl die wichtigste Frage, wie das ZenFone AR in der Hand liegt, wie es sich anfühlt. Dabei reiht sich das Asus-Smartphone mit seinem 5,7 Zoll SuperAMOLED-Display und einem dadurch sehr großen Gehäuse nahtlos in die Riege von Pixel XL, iPhone 7 Plus und Galaxy S8+ ein.

Mit einer (normalgroßen) Hand bedient sich das ZenFone AR nur begrenzt. Asus spendiert eine Einhand-Bedienfunktion, bei der der Bildschirminhalt verkleinert wird, doch seinen vollen Funktionsumfang entfaltet das Smartphone lediglich bei der Bedienung mit zwei Händen.

Dank seiner gummierten Rückseite liegt das ZenFone AR grundsätzlich sehr gut und sicher in der Hand. Die mitgelieferte Schutzhülle schmälert diese wunderbare Haptik, schützt den Metallrahmen aber vor Stößen und Fallschäden.

Der 3300 mAh Akku brachte uns bei normaler Benutzung sicher durch den Tag, mit dem Schnellladegerät lädt er sich schnell wieder auf, falls es doch mal dringend wird. Eine Option zum kabellosen Aufladen (Wireless Charging) besitzt das ZenFone AR indes nicht.

Ab Werk läuft Android in der siebten Version auf dem Smartphone und wird durch das Asus-eigene ZenUI erweitert. Anders als bei vielen entwicklerspezifischen Benutzeroberflächen halten sich die Eingriffe von Asus in Grenzen. Verzögerungen bei der Navigation durch die Menüs konnte wir nicht feststellen, alles reagiert so, wie wir es erwarten. Mit dem Update auf Android 7.1 funktioniert der Google Assistant auf dem ZenFone AR.

Telefonieren? Mit einem Telefon?

In puncto Konnektivität verzeichnen wir ebenfalls keine Mankos. Jeglicher Verbindungsaufbau geschieht schnell, problemlos und wird situationsabhängig bestmöglich aufrechterhalten.

Die zur Nebensache verkommene Paradefunktion von Telefonen, das Telefonieren, beherrscht das ZenFone AR ebenfalls. Nummern wählen, Verbindung aufbauen, Sprechen, Hören, alles klappt ohne Murren, was wollen wir mehr? Die Zeiten von Sprachqualität, Störgeräuschen und Verbindungsabbrüchen als Bewertungskriterien sind vorbei – wir können mit dem Gerät telefonieren? Passt.

Screenshot Asus ZenFone AR

Das SuperAMOLED-Display besticht durch seine Farbpracht.

Viel wichtiger sind die Zusatzfunktionen, die Asus dem ZenFone AR spendiert hat. Dazu gehört die dauerhafte Anzeige einer Uhr auf dem Bildschirm und das Aufwecken des Smartphones durch doppeltes Tippen auf den Bildschirm. Letzteres kann auch dazu verwendet werden, den Bildschirm auszuschalten und das Smartphone zu sperren.

Ebenso kann ein eingehender Anruf stumm geschaltet werden, in dem das Smartphone aufs Display gedreht wird. Eine weitere Besonderheit sind die Gesten, die wir im Standby-Betrieb auf den Bildschirm malen können. Ein „S“ beispielsweise bringt uns standardmäßig direkt Selfie-Kamera-App und ein „V“ lässt uns direkt Telefonieren. Sechs solcher Shortcut-Gesten erkennt das ZenFone, welche App wir mit einer Geste aufrufen, legen wir im Optionsmenü selbst fest.

Virtual Reality – Google Daydream

Das ZenFone AR unterstützt als eines von wenigen Smartphones ebenfalls Googles VR-Plattform Daydream. Das bedeutet, dass es sich automatisch mit dem Google-Headset Daydream View per NFC verbindet und Zugriff auf speziellen Daydream-VR-Apps hat.

Im Vergleich zu Googles Pixel XL haben wir aber keine großen Sprünge erwartet, da im ZenFone dieselbe Hardware schlummert wie im Google-Flaggschiff. Das Display liefert ebenfalls die gleiche Auflösung wie das Pixel XL, verteilt die Bildpunkte allerdings auf eine größere Fläche.

Das Virtual Reality-Headset Google Daydream

Das Asus ZenFone AR passt problemlos in das Daydream View-Headset von Google.

Doch trotz der leicht geringeren Pixeldichte liefert das ZenFone AR im Daydream-Headset die gleiche Qualität wie das Pixel XL von Google. Vorteile des größeren Arbeitsspeichers stellten wir keine fest, allerdings lief das ZenFone AR, als wir es in seiner Plastikschutzhülle im Headset verwendeten, schneller heiß und verringerte automatisch seine Performance. Doch auch ohne Hülle erlaubt das Aluminumgehäuse des Pixel XL eine bessere Kühlung als die gummierte Rückseite des ZenFone AR.

Fazit zum ZenFone AR

Mit dem ZenFone AR bringt Asus ein sehr gutes Smartphone auf den Markt, dass vor allem durch die Integration von Google Tango und Google Daydream punktet.

Darüber hinaus bietet es alle Annehmlichkeiten und Eigenschaften, die ein ordentliches Smartphone so braucht. Kabelloses Aufladen und eine hohe Resistenz gegen Wasser gehören leider nicht zum Funktionsumfang des ZenFone AR, was wir zwar nicht vermissen, aber einem Flaggschiff dennoch ankreiden müssen. Auch, dass es auf Hardware der letzten Generation setzt, bringt dem Asus-Smartphone im Jahr 2017 keinen Vorteil.

Allerdings auch keinen Nachteil. Das ZenFone AR bewältigt alle Aufgaben mit Bravour, ohne in die Knie zu gehen. Insgesamt lässt das Smartphone kaum Wünsche offen und begleitet und zuverlässig durch den Tag. Google Tango befindet sich momentan noch im Stadium „Spielerei“, sorgt aber bei uns und allen um uns herum für offene Münder.

Die Technologie funktioniert schon problemlos, doch fehlen noch wirklich brauchbare Apps, die mehr sind als reine Spielerei. Wer aber auf die neueste Technik steht, sollte zum Asus ZenFone AR greifen und Freunde und Bekannte an den Augmented Reality-Möglichkeiten teilhaben lassen.

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Das ist gut

  • Sehr gute Ausstattung
  • Robuste Verarbeitung
  • Google Tango und Google Daydream
  • Sinnvolle Zusatzfunktionen über ZenUI

Das geht besser

  • Braucht zwei Hände zur Benutzung
  • Kein Wireless Charging
  • Nicht wasserdicht

Fazit

Mir persönlich hat das Asus ZenFone AR wegen Google Tango viel Spaß gemacht. Als Smartphone ist mir das ZenFone zu unhandlich und ich habe mich schon zu sehr an mein Pixel XL gewöhnt, das meiner Meinung nach besser in der Hand liegt. Google Tango hat mich aber vollständig von Augmented Reality überzeugt und ich werde bei meinem nächsten Smartphone-Kauf ein besonderes Augenmerk auf die AR-Fähigkeiten der Smartphones richten.
8

VR-World Rating

Verarbeitung: 9
Bedienung: 8
Komfort: 7
Preis: 7
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13 Kommentare

  1. Ein neues Handy wäre wundervoll und mit diesem Handy wäre meine Arbeit unterwegs noch einfacher…
    Es wäre einfach nur GENIAL

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  2. „Nicht wasserdicht“ macht nichts – man sollte es halt nicht ins Klo fallen lassen !

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  3. Top-Phone

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  4. Da simmer dabei….

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  5. Da simmer dabei

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  6. Lerne gerade mit dem Smartphone umzugehen und würde dafür gerne ein neueres besitzen.

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  7. Das Smartphone wär ein Knaller wenn ich das gewinnen würde
    hab so ein Billigteil von Alkatel was in den wahnsinn treibt,
    aber kein Geld mir ein neues besseres zu kaufen

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  8. Cool

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  9. Die Smartphones werden immer besser, einfach cool

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  10. Ich hatte noch nie ein Smartphones,mein Mann gibt mir seines nicht, würde mich freuen es zu gewinnen

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  11. Bräuchte echt mal ein neues Gerät kann mir aber aufgrund von Studium un co. grad keins leisten.

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  12. Mein altes ist fast hin, da käme mir ein neues grade recht.

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  13. könnte ich auch gut gebrauchen

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