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Astro Bot: Rescue Mission im Test

Kategorie PlayStation VR Spiele VR-Reviews

Astro Bot: Rescue Mission im Test - Gigantischer VR-Spaß

Direkt zum Fazit

Mit Moss erschien Ende Februar 2018 ein in vielerlei Hinsicht wegweisendes VR-Jump’n’Run. Astro Bot schlägt in eine ähnliche Kerbe und hat dabei gute Chancen, Sonys neues VR-Maskottchen zu werden.

Eigentlich ist Captain Astro ein ziemlich fröhliches Roboter-Kerlchen. Als er allerdings eines Tages mit seiner Crew durchs Weltall saust und dabei auf ein schlecht gelauntes Alien trifft, sackt seine Laune rapide ab. Denn das grimmige Tentakelwesen hat nichts Besseres im Sinn, als sein funkelndes Raumschiff in Stücke zu reißen.

Schlimmer noch: All seine Roboter-Freunde sind nach der Katastrophe auf fünf Planeten verteilt. Da ein guter Kapitän seine Crew nicht im Stich lässt, startet Astro natürlich umgehend eine großangelegte Rettungsaktion.

VR-Jump’n’Run-Konkurrenz für Moss?

Was dann folgt, erinnert an andere VR-Jump’n’Runs wie Moss oder Lucky’s Tale. Mit anderen Worten: Wir blicken aus einer Mischung aus Vogel- und Verfolgerperspektive auf das Geschehen und lotsen die Spielfigur durch eine Vielzahl abwechslungsreicher Welten. Die Level scrollen dabei allerdings nicht von links nach rechts, sondern in erster Linie nach vorn, sprich in Richtung Horizont.

Dank praktischer Schubdüsen unter seinen Füßen kann Captain Astro deutlich weiter springen als man ihm zutrauen würde. © Sony Japan Studio

Dank praktischer Schubdüsen unter seinen Füßen kann Captain Astro deutlich weiter springen als man ihm zutrauen würde. © Sony Japan Studio

Der Reiz bei Astro Bot: In jedem Level sind acht verschiedene Roboter versteckt, die man erst dann findet, wenn man sich beim Spielen regelmäßig in alle Richtungen umschaut. Vielfach kauern die verschollenen Roboter zum Beispiel verängstigt auf einer Plattform über, unter oder hinter uns.

Andere Fundorte erfordern, dass wir uns aktiv nach vorne beugen oder ein stückweit aufstehen, um aus der richtigen Perspektive in einen tiefen Schacht zu blicken. Beachtlich und obendrein gut für den Wiederspielwert: Entwickler Japan Studio hat die acht Roboter jeder Etappe zum Teil so gut versteckt, dass wir viele Level mehrfach durchlaufen mussten, um sie alle zu finden.

Ideen-Feuerwerk abseits ausgetretener VR-Pfade

Zugegeben, das Umschauen in VR macht bereits eine Menge Spaß und harmoniert hervorragend mit den fordernden aber nie unfairen Jump’n’Run-Passagen. Dass Astro Bot praktisch durchgängig zu Hochform aufläuft, hat jedoch auch mit den immer neuen Leveldesign-Ideen der Japaner zu tun.

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In einem Szenario etwa tauchen wir zunächst durchs Wasser und entdecken dabei ein Schiffswrack. Kaum dort angekommen, verschluckt uns ein Wal und das Level geht im Bauch des Riesensäugers weiter – famos simulierter Wellengang inklusive.

Anderenorts entdecken wir Bohnensamen, die wenig später zu einer riesigen Ranke heranwachsen und das komplette Leveldesign in die Vertikale verlagern. Oder wie wäre es mit einer Lorenfahrt durch einen Lavaberg, in dessen glühend heißem Gestein ein feuerfester Riesen-Oktopus sein Unwesen treibt?

Überragende Boss-Kämpfe zum Staunen

Apropos Riesen-Oktopus: Letzterer ist nur einer von mehreren, wahrlich spektakulär inszenierten Endgegnern. Spektakulär deshalb, weil alle Bosse Captain Astro hinsichtlich ihrer Größe um ein Vielfaches überragen – was in VR natürlich besonders gut zur Geltung kommt. Aber auch die Duelle als solches sind toll choreografiert und mit jeder Phase des Kampfes fordernder.

Das mehrstufige Duell gegen diese Lava-Krake zählt zu den spektakulärsten Bosskämpfen des Spiels. © Sony Japan Studio

Das mehrstufige Duell gegen diese Lava-Krake zählt zu den spektakulärsten Bosskämpfen des Spiels. © Sony Japan Studio

Fair gemacht: Während wir in Standard-Levels bereits nach dem ersten Zusammenstoß mit einem Gegner oder einer Gefahrenquelle sterben und beim letzten Checkpoint fortfahren, spendieren uns die Entwickler in Boss-Kämpfen zwei zusätzliche Leben. Wir müssen also mindestens dreimal getroffen werden, bevor der Schlagabtausch neu gestartet wird.

Der Dual Shock-Controller als Allzweck-Werkzeug

Eine Besonderheit von Astro Bot: Rescue Mission ist die Tatsache, dass Captain Astro streng genommen von einem anderen Roboter gesteuert wird, dessen Rolle wir als Spieler verkörpern. Der große Roboter wiederum nutzt eine futuristische Version des DualShock 4-Controllers, den das Spiel zu jeder Zeit in unser Sichtfeld einblendet.

Auf den ersten Blick ist das vor allem ein charmantes visuelles Gimmick und eine gute Orientierung für Einsteiger, die den Controller gerne auch in VR sehen möchten. Später jedoch wird der Controller direkt in den Spielablauf eingebunden und mit witzigen Upgrades versehen.

Ein Wurfanker samt Winde etwa ermöglicht uns, ein Seil zwischen dem virtuellen Controller und einem Ankerpunkte im Level zu spannen. Dieses dient Captain Astro dann je nach Levelabschnitt als Brücke, Rutschbahn oder Trampolin. Finden wir dagegen das Wasserkanonen-Gadget, aktiviert das Gedrückthalten des Touchpads einen kräftigen Wasserstrahl, der u.a. Feuer löscht, Blumen aufblühen lässt, Ölpfützen wegspült oder Drehmechanismen in Gang setzt.

Richtig klasse umgesetzt ist auch das Wurfstern-Katapult. Hierzu einfach mit dem Finger auf dem Touchpad schnell nach vorne wischen, schon surren Wurfsterne los, mit denen wir zum Beispiel Druckschalter aktivieren, Spinnennetze durchtrennen oder Bambusstämme fällen.

VR-Reptil mit Kulleraugen gesucht!

Während in Moss gut versteckte Pergamentpapier-Rollen als Sammelobjekt zum Einsatz kommen, haben die Macher von Astro Bot: Rescue Mission in jedem Level ein Reptil versteckt. Genauer gesagt ein Chamäleon. Die Kreatur verschmilzt nahezu perfekt mit ihrer Umgebung und ist daher besonders schwierig auszumachen.

Im Spielverlauf erhaltet ihr verschiedene Verbesserungen für den virtuellen Dual Shock Controller. Mit dem Wurfanker etwa ist es ein Kinderspiel, aus dem Ballon dieses Gegners die Luft entweichen zu lasen. © Sony Japan Studio

Im Spielverlauf erhaltet ihr verschiedene Verbesserungen für den virtuellen Dual Shock Controller. Mit dem Wurfanker etwa ist es ein Kinderspiel, aus dem Ballon dieses Gegners die Luft entweichen zu lasen. © Sony Japan Studio

Gelingt es uns trotzdem sie einige Sekunden anzustarren, erblasst das Reptil vor Scham, verpufft mit einen kleinen Knall und schaltet eine von insgesamt 20 Herausforderungen frei. Je nach Spielwelt können das dann unter anderem witzige Minispiele wie Völkerball sein, in denen wir eine bestimmte Punktzahl erzielen müssen, um weitere Roboter zu befreien.

Oder aber es gilt, einen besonders kniffligen Jump’n’Run-Level zu meistern. Rücksetzpunkte gibt es in diesen Herausforderungen übrigens nicht, weshalb sich das Erreichen der Zielmarkierung besonders befriedigend anfühlt.

Ist der erste Bossgegner erst einmal Geschichte, dürft ihr euch zudem im Raumschiff von Captain Astro umsehen und mit den bereits geretteten Robotern interagieren. Da Astro ihr Boss ist, salutieren sie ihm natürlich brav und folgen ihm, wenn er an ihnen vorbei läuft.

Golden leuchtende Münzen sind nicht nur Sammelgegenständen sondern oft auch klassische Wegweiser. Folgt man ihnen, gibt es oft etwas zu entdecken. © Sony Japan Studio

Golden leuchtende Münzen sind nicht nur Sammelgegenständen sondern oft auch klassische Wegweiser. Folgt man ihnen, gibt es oft etwas zu entdecken. © Sony Japan Studio

Nicht minder skurril: Im Tausch gegen zuvor gesammelte Münzen fischen wir an einem Greifarm-Automat nach kugelförmigen Sphären, die Szenen aus bereits gemeisterten Leveln als 3D-Diorama anzeigen.

Audiovisueller Hochgenuss, Hingucker überall

Doch nicht nur spielerisch ist Astro Bot: Rescue Mission eine verdammt runde Sache. Auch audiovisuell wird hier einiges geboten. Animationen sind butterweich, Texturen schön scharf, die Weitsicht begeistert und wenn mal wieder ein geretteter Roboter perfekt animiert in unseren virtuellen Controller hüpft, haben selbst bekennende VR-Zweifler ein schelmisches Grinsen im Gesicht.

Kleiner Tipp für Hüpfspiel-Fans: Achtet mal auf die überall versteckten Genre-Referenzen. Die springenden Delphine am Anfang des ersten Unterwasser-Levels zum Beispiel sind eine klare Hommage an eine ganz ähnliche Passage aus Sonic Adventures für Segas Retro-Konsole Dreamcast. Das Gesicht des Oktopus-Bosses hingegen erinnert verblüffend an die Octorok-Gegner aus The Legend of Zelda – um nur zwei prominente Beispiel zu nennen.

In jedem Level kann Captain Astro acht Roboter-Kumpel finden. Hat er mal wieder einen entdeckt, ist die Freude auf beiden Seiten riesig. © Sony Japan Studio

In jedem Level kann Captain Astro acht Roboter-Kumpel finden. Hat er mal wieder einen entdeckt, ist die Freude auf beiden Seiten riesig. © Sony Japan Studio

Unsere Wertung

Fazit:

Famoses Leveldesign, unglaublich viel Spielwitz, tolle Präsentation und ein quirliger Held, den man einfach gern haben muss. Astro Bot: Rescue Mission ist (neben Moss) DAS Paradebeispiel für ein hervorragend gemachtes VR-Jump’n’Run und fesselte uns von der ersten bis zur letzten Sekunden an Headset und Controller. Einfach irre, was sich die Entwickler hier alles ausgedacht haben und wie raffiniert auch der Dual Shock 4-Controller in das Spieldesign eingebunden wurde. Kritikpunkte hingegen muss man wirklich mit der Lupe suchen. Klar, der Umfang hätte noch üppiger ausfallen können und auch die fehlende Zeitmessungs- und Ranglisten-Funktion am Ende eines Level dürfte den ein oder anderen Genre-Veteranen stören. Davon abgesehen ist aber ein kleines Meisterwerk, das in keiner gut sortierten VR-Sammlung fehlen darf.

Ihr solltet Astro Bot: Rescue Mission eine Chance geben wenn ihr:

  • euch im Jump’n’Run-Genre pudelwohl fühlt und schon mit Moss einen Heidenspaß hattet
  • gerne einen VR-Titel erleben möchtet, der ständig mit wechselnden Größenverhältnissen spielt
  • knuffige Roboter mit coolen Sprungdüsen genau euer Ding sind
  • einen Level gerne mehrfach durchspielt, um alle Geheimnisse zu entdecken

Ihr solltet Astro Bot: Rescue Mission besser meiden, wenn ihr:

  • regelmäßiges Umschauen in VR als stressig empfindet
  • ein Koop- oder Multiplayer-Erlebnis wünscht
  • 40 Euro für 6 bis 8 Stunden Spielspaß als zu hoch empfindet

Den VR-Plattformer Astro Bot: Rescue Mission erhaltet ihr hier:

3 Kommentare

  1. Sony ist wirklich der Stern am VR Himmel. Konsequent neuen (Spiele) Content liefern und stetig verbessern und weitermachen. Hätten wir nur Oculus & Vive zur Auswahl wäre das VR Thema wohl wirklich schon gegessen bzw. nur für eine ganz kleine Zielgruppe interessant.

    Weiter so!

    Antworten

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