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Assetto Corsa Competizione (VR) im Early Access-Test

HTC Vive Kategorie Oculus Rift Spiele VR-Reviews

Assetto Corsa Competizione im Early Access-Test: Simracing mit Potential

Direkt zum Fazit

Mit der Early Access-Version 2.0 hat Kunos Simulazioni Assetto Corsa Competizione einen VR-Modus spendiert. Wir haben uns hinters virtuelle Lenkrad geklemmt und das Rennspiel einem ersten Test unterzogen. Ist der Titel bereits jetzt sein Geld wert?

Assetto Corsa gilt, ebenso wie Project CARS 2, rFactor2 und iRacing nach wie vor als eine der besten Rennspiele mit Simulationsanspruch für die virtuelle Realität. Mit Assetto Corsa Competizione befindet seit September 2018 der Nachfolger im Early Access, der einiges anderes macht als das Original. Ob die Neuausrichtung funktioniert und wie sich der VR-Modus schlägt, klären wir in unserem Review.

Assetto Corsa Competizione: Blancpain GT Series im Fokus

Das Alleinstellungsmerkmal von Assetto Corsa war der hervorragende Mod-Support, durch den die Community noch immer für einen stetigen Fluss an neuen Autos und Strecken sorgt. Assetto Corsa Competizione schlägt allerdings inhaltlich eine andere Richtung ein. Der Community-Content-Ansatz ist Geschichte, ebenso wie die riesige und bunte Auswahl an verfügbaren Fahrzeugen.

Allerdings: Competizione hat das Zeug dazu, ein Beweis für die „weniger ist mehr„-Maxime zu werden. Die Betonung liegt hier auf „werden“, denn aktuell bietet der Titel noch nicht allzu viele Inhalte – dazu später mehr.

Der neue Titel von Kunos Simulazioni widmet sich ausschließlich auf die Blancpain GT-Meisterschaft und ist das offizielle Spiel zu ebendieser Rennserie. Das heißt: In der für 2019 geplanten Vollversion sollen alle Autos, Strecken, Rennevents und Fahrer der Blancpain GT Series spielbar bzw. vorhanden sein – zunächst für die 2018er-Saison, die Saison 2019 soll per Gratis-Patch im Sommer nächsten Jahres nachgeliefert werden.

Mit von der Partie sind außerdem ein Multiplayer-Modus mit umfassendem Spieler-Rating, wie wir es bereits aus iRacing kennen. Dazu soll das fertige Spiel voll animierte Boxenstopps, diverse Karriere- und Meisterschaftsmodi und einiges mehr bieten.

Aktuell noch wenig Inhalte

In der am 10. Oktober 2018 erschienen Early Access-Version ist davon allerdings noch nicht allzu viel enthalten. Zur Zeit sind lediglich jeweils zwei Autos und Strecken spielbar. Der Mehrspielermodus erscheint voraussichtlich mit dem nächsten Inhaltsupdate im November, die verfügbaren Spielmodi umfassen Trainingssessions, Einzelrennen gegen KI-Gegner sowie mehrere Kurzszenarien.

Der Kurs im italienischen Misano ist neben der Nürburgring GP-Strecke aktuell die einzig spielbare Strecke. © Kunos Simulazioni

Der Kurs im italienischen Misano ist neben der Nürburgring GP-Strecke aktuell die einzig spielbare Strecke. © Kunos Simulazioni

Kunos Simulazioni möchte sich offensichtlich darauf konzentrieren, zunächst einzelne Gameplay-Elemente zu optimieren, bevor neue Inhalte erscheinen. Gerade im Hinblick auf das für spaßige Mehrspielerduelle so wichtige Balancing der verschiedenen Autos ist das durchaus nachvollziehbar.

Zudem haben die Entwickler auf der offiziellen Webseite des Spiels eine Roadmap veröffentlicht, sodass Spieler genau wissen, wann sie mit welchen Inhalten rechnen dürfen – so transparent arbeitet nicht jedes Studio im Early Access.

Der VR-Modus: umständliche Bedienung

Bisher hielt sich Kunos Simulazioni auch genau an die in der Roadmap angegebenen Releasedaten und lieferte die entsprechenden Inhalte. Im Falle des VR-Modus wäre es aber vielleicht sogar besser gewesen, noch ein wenig länger daran zu arbeiten.

Zwar funktioniert der VR-Support auf meiner Oculus Rift einwandfrei, einige „Features“ hinterließen bei mir im Test allerdings ein paar große Fragezeichen. Diese betreffen vor allem die Bedienung: Es gibt im Spielmenü nämlich keinen Maus-Support, sobald die VR-Brille auf dem Kopf sitzt. Ich kann das UI nur mit meinem Lenkrad oder dem sehr rudimentären Tastatur-Support bedienen, was reichlich umständlich ist.

Hinzu kommt: Eine der wichtigsten VR-Funktionen, nämlich das Neu-Zentrieren des VR-Headsets, lässt sich im Konfigurationsmenü nicht auf eine Lenkrad- oder Gameplay-Taste legen. Stattdessen muss ich das mit der Tastaturkombination STRG + Leertaste erledigen. Noch wilder wird es, wenn ich das World-Scaling anpassen will: STRG + Shift + Rechts bzw. Links muss ich dafür drücken – wohlgemerkt, während ich mit VR-Brille hinter meinem Lenkrad sitze.

VR-Performance, Grafik, Fahrgefühl

Weiterhin lassen sich einige VR-Einstellungen nur über das Editieren einer Konfigurationsdatei außerhalb des Spiels anpassen, was auch nicht gerade benutzerfreundlich ist. Hier ist also noch reichlich Luft nach oben.

So weit, so umständlich – wenn aber erst einmal alles passend eingerichtet ist, macht Assetto Corsa Competizione durchaus Spaß. Besonders mit einem Lenkrad (ich verwende ein Thrustmaster TS-PC Racer) ist das Fahrgefühl bereits sehr überzeugend und in puncto Komplexität irgendwo zwischen Project CARS 2 und iRacing angesiedelt.

Vor allem im Regen macht das Fahrerlebnis spielerisch und grafisch einiges her. © Kunos Simulazioni

Vor allem im Regen macht das Fahrerlebnis spielerisch und grafisch einiges her. © Kunos Simulazioni

Besonders das Fahren im Pulk mit mehreren Fahrzeugen im Regen ist ebenso anspruchsvoll wie grafisch spektakulär. Dazu tragen auch Details wie eine merklich abtrocknende Strecke nach einem Regenguss bei. Ansonsten wirkt die Spielumgebung bei trockenen Bedingungen unter der VR-Brille nicht ganz so detailreich wie etwa in Project CARS 2.

Einige Nutzer berichten von einem leicht verwaschenen Bild in VR, dies lies sich bei mir allerdings mit einigen manuellen Eingriffen in die engine.ini-Datei des Spiels beheben. Hier hilft ein Blick auf die von Steam-Nutzer mvoosten im offiziellen Steam-Forum des Spiels vorgeschlagenen Zusätze für die Datei.

Aktuell dürfen wir im Bentley Continental GT3 und im Lamborghini Hiracàn GT3 Gas geben © Kunos Simulazioni

Aktuell dürfen wir im Bentley Continental GT3 und im Lamborghini Hiracàn GT3 Gas geben © Kunos Simulazioni

Aktuell stört im VR-Modus noch die Tatsache, dass HUD-Overlays teilweise doppelt angezeigt werden – einmal statisch im Hintergrund und einmal an den VR-Blickwinkel fixiert. Selbst bei komplett deaktiviertem HUD sind diese teilweise noch im HMD-Sichtfeld integriert und lassen sich (noch) nicht verschieben oder ausblenden.

Hinsichtlich der reinen VR-Performance präsentiert sich Assetto Corsa Competizione in der aktuellen Version solide. Bei Regen und vielen Fahrzeugen auf der Strecke kommt es derzeit vereinzelt zu kleinen „Micro-Stutters“, das Bild bleibt also kurz hängen. An dieser Stelle besteht seitens der Entwickler noch Optimierungsbedarf.

Early Access vs. Kaufpreis

Für alle, die damit leben können, dass die aktuelle Releaseversion 2 kein vollständig optimiertes und fehlerfreies VR-Erlebnis ist, bietet Kunos Simulazioni überdies einen Kaufanreiz. Zur Zeit kostet Assetto Corsa Competizione 24,99 EUR. Dafür erhalten Käufer Zugang zum Spiel sowie zu allen kommenden Updates und zur Vollversion.

Wer sich erst später zum Kauf entscheidet, zahlt mehr: Ab Releaseversion 3, die voraussichtlich am 14. November erscheint, kostet das Spiel 10 Euro mehr, ab RV 5 (geplant für den 16.01.2019) dann 44,99 EUR.

Unsere Wertung

Aktuell befindet sich Assetto Corsa Competizione noch in einer sehr frühen Phase des Early Access, was sich sowohl in puncto Inhalte als auch bei der VR-Optimierung bemerkbar macht. Bis zum Release der Vollversion stehen aber noch vier weitere große Updates an, die Kunos Simulazioni hoffentlich auch dazu nutzt, aktuelle Bugs und Unzulänglichkeiten – mit denen man im Early Access ja durchaus rechnen kann – auszumerzen.

Dennoch kann sich ein Kauf für Simracing-Enthusiasten schon jetzt lohnen – ein absolutes Muss für VR-Rennspieler ist Assetto Corsa Competizione aber (noch) nicht.

Fazit:

Assetto Corsa Competizione ist ohne Frage ein vielversprechendes Early Access-Rennspiel für Simulationsfreunde. Allerdings bietet es in der aktuellen Version 0.2 noch sehr wenig Inhalte – das kommunizieren die Entwickler aber auch so, und bisher halten sie ihre Update-Versprechen taggenau ein. Davon ab: Das, was da ist, macht auf der Strecke schon ziemlich viel Spaß. Der VR-Modus steckt dabei aber noch merklich in den Kinderschuhen und weist reichlich Verbesserungspotential auf. Ein Kauf kann sich für Simracing-Fans, die Lust auf das GT3-Setting haben, aufgrund der Preispolitik von Kunos Simulazioni trotzdem bereits jetzt lohnen. Wer erst auf die Veröffentlichung des Mehrspielermodus (geplant für den 14. November 2018) warten will, findet kurz darauf hier bei uns eine aktualisierte Version unseres Reviews.

Assetto Corsa Competizione ist bereits jetzt das passende Rennspiel für euch, wenn…

  • ihr Gefallen an realistischen Rennen in GT3-Autos habt
  • ihr den Entwicklern aktiv Feedback geben wollt
  • euch jeweils zwei Autos und Strecken für den Anfang reichen
  • ihr euch das Spiel sowieso zulegen und beim Kaufpreis sparen wollt

Assetto Corsa Competizione ist (noch) nicht das richtige Rennspiel für euch, wenn…

  • euch ein großer Spielumfang wichtig ist.
  • Bugs und (noch) teils umständliche Bedienung euch den letzten Nerv rauben
  • ihr nach einer Rennimulation mit perfektem VR-Support sucht

Die Early Access-Fassung der VR-Rennsimulation Assetto Corsa Competizione erhaltet ihr hier:

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