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Arizona Sunshine: Dead Man

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8

VR-World Rating

Arizona Sunshine: Dead Man im Test – Grundsolide Zombie-Metzelei

Direkt zum Fazit

Das Inhalts-Update zum beliebten Shooter Arizona Sunshine erweist sich im Test zwar nur als kurzes Zombie-Intermezzo – macht aber immer noch genauso viel Spaß wie im Grundspiel.

Arizona Sunshine hat nun schon rund anderthalb Jahre auf dem Buckel. Nach wie vor ist es eine der besten Shooter-Erfahrungen auf dem VR-Markt. Das Spiel grenzt sich von klassischen Wave Shootern, die den Spieler eher stationär mit Wummen hantieren lassen, dadurch ab, dass es eine richtige Kampagne und fortschreitende Levels gibt.

Nachdem es bereits mehrere kleinere Updates gab, die unter anderem flüssige Bewegung (Smooth oder Full Locomotion), die Nutzung von zweihändigen Waffen und einige neue Maps für den Multiplayer-Modus ins Spiel brachten, steht nun der erste richtige Inhalts-DLC an.

Gegen Zombies helfen nur Atomraketen

Dead Man versetzt uns dabei in eine US-Raketenbasis. Dort sollen wir eine Atomrakete starten, um damit die Ausbreitung des Zombievirus zu stoppen. Ein bisschen unkonventionell, diese Maßnahme – oder einfach nur Ausdruck völliger Verzweiflung. Wie dem auch sei, wir starten bei Nacht in der Basis und erkunden erst mal das relativ kleine Außenareal.

In dieser US-Raketenbasis befindet sich irgendwo eine Atomraketen, die die Welt von den Zombies befreien soll. © Vertigo Games

In dieser US-Raketenbasis befindet sich irgendwo eine Atomraketen, die die Welt von den Zombies befreien soll. © Vertigo Games

Darin tummeln sich bereits jede Menge verfaulte Ex-Menschen, denen wir in gewohnter Manier das matschige Hirn wegpusten. Das typische Arizona Sunshine-Feeling ist voll da, auch ohne den Sonnenschein. Wir teleportieren oder bewegen uns mehr oder weniger vorsichtig herum, öffnen Türen, schießen durch Fenster und sammeln Munition aus Schränken und Schubladen. All das natürlich in optional raumfüllendem VR.

Gelungene Grusel-Atmosphäre

Als wir den Fahrstuhl rufen, der uns runter in die Basis bringen soll, stürmt die erste Welle Zombies auf uns ein. Witziges Detail: Diese Welle hört nie auf. Wir müssen in den Fahrstuhl flüchten, sobald dieser auftaucht und zügig den Hebel für die Rückfahrt nach unten betätigen.

Der unterirdische Bunker ist ziemlich gruselig, die Endzeitatmosphäre gut gelungen. © Vertigo Games

Der unterirdische Bunker ist ziemlich gruselig, die Endzeitatmosphäre gut gelungen. © Vertigo Games

Die Basis ist im Inneren stockduster, nur mit dem kleinen Lichtkegel der Taschenlampe können wir uns einigermaßen orientieren. Wie schon in den Minen im Grundspiel verbreitet die Dunkelheit genug Grusel – allerdings verzichten die Entwickler dankenswerterweise auf fiese Jump Scares. Mit ein bisschen Aufmerksamkeit haben wir die gammligen Zweibeiner meistens rechtzeitig ausgemacht, um sie mit genug blauen Bohnen zu begrüßen.

Mehr vom alten

In der Basis selbst tun wir das, was wir auch schon im Grundspiel getan haben: Wir schalten das Licht an, erwehren uns mehrerer Wellen Fledderköpfe und suchen uns einen Weg zum Ziel. Die Ballerei auf Zottelhäute macht mit zweihändigen Waffen ganz besonders viel Spaß: Wir halten fette Sturmgewehre realistisch mit beiden Händen fest und zielen entsprechend. Das satte Krachen der automatischen Waffen sorgt dann für das passende Grinsen im Gesicht.

Mit einer zweihändigen Flinte Gammelfleisch zu sprengen macht einfach Laune. © Vertigo Games

Mit einer zweihändigen Flinte Gammelfleisch zu sprengen macht einfach Laune. © Vertigo Games

Wir wollen den gesamten Verlauf des mit rund einer Stunde Spielzeit ziemlich kurzen DLCs nicht komplett spoilern. Das Level-Design und das Gameplay ist aber wie gehabt über fast alle Zweifel erhaben: Die Atmosphäre ist schaurig-schön, die Schießereien machen Spaß und das Ende hält eine gelungene Überraschung bereit. Für 2,50 € bekommen wir ein sehr solides Inhalts-Update und neben dem neuen Online-Koop-Modus für zwei Spieler auch noch einen ziemlich kranken Schwierigkeitsgrad. Im Apokalyptisch-Modus müssen wir schon ziemlich gut zielen und ziemlich schnell schießen, um überhaupt eine Chance haben.

Ein paar kleine Fehler können den Spaß nicht trüben

Ganz fehlerfrei ist der DLC nicht, beispielsweise haben wir Probleme die Teleportation auszulösen, wenn wir zu nahe an Wänden oder Türen stehen und unser Blickfeld sozusagen in der Wand steckt. Einmal hatten wir auch das Problem, dass wir uns nicht in den Fahrstuhl ganz am Anfang teleportieren konnten – was natürlich in einem unrühmlichen Tod unsererseits resultierte. Davon abgesehen ist Arizona Sunshine: Dead Man zwar keine Offenbarung, aber ein absolut gelungenes Zusatzlevel zum beliebten Zombie-Häckselspiel.

Arizona Sunshine: Dead Man ist für euch geeignet, wenn ihr

  • Arizona Sunshine gern gespielt habt
  • eine persönliche Blutfehde mit Gammelfleisch habt
  • immer schon mal eine Atomrakete starten wolltet

Arizona Sunshine: Dead Man ist eher nicht für euch geeignet, wenn ihr

  • aus Prinzip nur auf lebende und schöne Menschen schießt
  • 2,50 € für eine Stunde Unterhaltung zu teuer findet
  • unbedingt mit deutscher Synchronisation spielen müsst (die ist nämlich grausam!)

Das VR-Spiel Arizona Sunshine: Dead Man bekommt ihr hier:

Das ist gut

  • Coole Map
  • Gelungene Atmosphäre
  • Spaßige Ballerei

Das geht besser

  • Kleinere technische Probleme

Fazit

Ich fand ja schon das Grundspiel von Arizona Sunshine hervorragend gelungen und hatte viel Spaß damit. Mit Dead Man bekomme ich jetzt eine Stunde mehr Zombie-Ballerei in einem ebenfalls gut gelungenen Raketenbunker. Es macht einfach Spaß, sich mit einem Sturmgewehr durch die Zombiehorden zu schießen. Was will ich mehr?
8

VR-World Rating

Gameplay: 9
Grafik: 8
Sound: 8
Steuerung: 8
Story: 7
Immersion: 9
Umfang: 6
Zum Anfang

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