Access Code

Google Daydream Spiele
6

VR-World Rating

Access Code im Test: Agenten-Puzzlespiel mit Problemen

Direkt zum Fazit

In Access Code verfolgen wir als Agentenneuling zusammen mit einer Partnerin eine heiße Spur. Die hält uns beim Lösen der Rätsel in der Regel Händchen – bis auf wenige Ausnahmen.

Die drei Abschnitte von Access Code sind über die Story verbunden und führen uns von einem „einfachen“ Aufklärungseinsatz zu einer globalen Vertuschungsaktion. Trotz ihrer Kürze erzählt Access Code eine interessante und spannende Geschichte, die zum Weiterspielen motiviert.

Spannende Story, gute Grafik

Neben der Story besticht das Google Daydream-exklusive Access Code vor allem mit seinen realistisch gestalteten Umgebungen und Charakteren. Letztere wurden über spezielle stereoskopische Aufnahmeverfahren digitalisiert und als Live-Action-Videos in das Spiel eingebunden.

Die Umgebungen von Access Code sind liebevoll gestaltet und machen grafisch dank Unreal-Engine einiges her.

Die Umgebungen von Access Code sind liebevoll gestaltet und machen grafisch dank Unreal-Engine einiges her.

Für sich selbst genommen sehen die Charaktere unglaublich gut aus. Allerdings passen sie nicht so richtig in die 3D-Umgebungen von Access Code und wirken irgendwie reinkopiert. Obendrein sehen wir die meisten Charaktere nur aus der Ferne und dürfen auch nicht mit ihnen interagieren.

Dreimal denken, dann ist’s rum

Moment, nur drei richtige Rätsel? Dass klingt ziemlich ernüchternd für ein Rätselspiel. Access Code nimmt euch sehr fest an die Hand und bietet eine ziemlich lineare Spielerfahrung. Der versuchte Spagat zwischen Hidden-Object-Game und Point’n’Click-Adventure gelingt leider nicht so gut.

Für ersteres setzt uns Access Code pro Szene schlicht zu wenig Gegenstände vor die Nase. Für letzteres fehlt beispielsweise ein Inventar, mit dem wir Gegenstände über Szenen und Rätsel hinweg herumtragen. Auch fehlt uns die grundlegende Freiheit, Kombinationen auszuprobieren und Hinweise zu finden.

Zu jedem interaktiven Objekt bekommt ihr einige Informationen, wenn ihr es genauer betrachtet.

Zu jedem interaktiven Objekt bekommen wir einige Informationen, wenn wir es genauer betrachten.

Eve, unsere Partnerin, die alles sarkastisch-ironisch kommentiert, erledigt nämlich gut 90 Prozent der Denkarbeit für uns. In ihren Grundzügen stellt Eve ein Hinweissystem dar, das permanent aktiv und in die Story von Access Code eingebettet ist. Kombiniert mit den wenigen, für die Story relevanten Gegenständen, bietet das Rätselspiel also wenig Raum für Experimente.

Pro Abschnitt erhalten wir allerdings ein spezielles Rätsel, bei dem Eve (gesprochen von Rose McIver), uns ausnahmsweise nicht unter die Arme greift.

Alle Hinweise zur Lösung des Rätsels befinden sich in der direkten Umgebung.

Alle Hinweise zur Lösung des Rätsels befinden sich in der direkten Umgebung.

Alle Informationen und Hinweise, die wir zum Lösen eines solchen „Solo-Rätsels“ benötigen, befinden sich vor unserer Nase. Mit ein wenig Ausprobieren und etwas Logik finden wir zielsicher die Lösung. Allerdings braucht es etwas Zeit, bis wir uns daran gewöhnt haben, selbst denken zu müssen. Bei uns stellte sich hier ein wenig Frust ein, da Eve plötzlich die Klappe hielt, obwohl wir uns schon an ihre dauernde Hilfestellung gewöhnt hatten.

Auf der einen Seite ziehen uns diese Rätseleinlagen also ein wenig aus der routinierten Immersion raus, auf der anderen Seite funktionieren die Rätsel selbst wunderbar und sind sehr gut aufgebaut.

Nicht Fisch, nicht Fleisch

Access Code überzeugt leider nicht auf ganzer Linie. Insgesamt bietet es eine gut designte, kurzweilige Erfahrung, die allerdings mit einigen Problemen kämpft. Die Steuerung ist eine davon..

Die Charaktere von Access Code wurden mit einer stereoskopischen Aufnahmetechnik digitalisiert und sehen daher aus wie Videoaufnahmen.

Einige Interaktionen sind in Grundzügen realen Abläufen nachempfunden, funktionieren aber nicht hundertprozentig, da der Daydream-Controller nicht das beste Eingabegerät ist. Zeigen und klicken funktioniert tadellos, müssen wir aber einen Schraubendreher verwenden, kommt das Tracking bei der Drehung der Fernbedienung oft nicht mit und wir müssen erneut ansetzen.

Vor allem in Momenten, in denen wir die Lage der Fernbedienung verändern müssen oder räumliche Gesten ausführen, zeigen sich die Schwächen der Bedienung. Solche Momente sind nervig, allerdings auch kein Gamebreaker. Ein Teil der Schuld liegt sicherlich an der suboptimalen Hardware, der Daydream-Controller ist schließlich eher simpel gestrickt. Allerdings gehen andere Daydream-Spiele besser mit ihren technischen Voraussetzungen um, als Access Code das tut.

Access Code für Google Daydream findet ihr im offiziellen Google Play Store.

Das ist gut

  • Gute, aber seichte Rätsel
  • Spannende Story
  • Schön gestaltete Umgebungen

Das geht besser

  • Partnerin verrät zu viel
  • Steuerung nervt manchmal

Fazit

Access Code zieht mich grundsätzlich in einem angenehmen Tempo durch seine Areale. Bis auf diese drei Momente in jedem Abschnitt, in denen es mich absolut allein lässt. Diese Schubser ins kalte Wasser reißen mich aus der Immersion heraus, da Access Code mich plötzlich zum Selberdenken animiert. Wenn mein Hirn dann angelaufen ist, überzeugen die Rätsel aber mit ihrer Finesse. Daher wäre es besser gewesen den Rest vom Spiel mit etwas weniger Händchenhalten und etwas mehr Selbstbestimmung zu gestalten. So besticht Access Code nur durch seine Kurzweil und jene rar gesäte Momente, in denen ich wirklich nachdenken muss.
6

VR-World Rating

Gameplay: 7
Steuerung: 6
Grafik: 8
Sound: 7
Immersion: 6
Umfang: 4
Zum Anfang

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