Abode

HTC Vive Oculus Rift Spiele
8

VR-World Rating

5.9

VR-User

Pfiffiger Escape-Room-Puzzler

Escape-Room-Spiele sind in der virtuellen Realität fast genauso beliebt wie Wave-Shooter. Allerdings sind sie auch oft genauso langweilig. Macht Abode hier eine Ausnahme?

Das Prinzip eines Escape Rooms dürfte eigentlich fast jedem VR-Spieler geläufig sein: Wir werden in einen oder mehrere Räume eingesperrt, aus denen nur eine einzige Tür hinausführt. Die ist natürlich verschlossen. Unser Job ist es nun, den Schlüssel oder das richtige Werkzeug in unsere Ausbrecher-Hände zu bekommen, um die Tür aufzubekommen.

Puzzeln unterm Dach

Abode schickt uns in eine Art Dachgeschoss-Wohnung, mit mehreren Räumen. Der Großteil der Puzzles findet im großen Hauptraum statt, in dem wir und frei bewegen. Überall finden sich klassische Puzzles: Verschlossene Vitrinen, Schubladen und Gerätschaften wie beispielsweise ein Plattenspieler oder futuristische Computerbildschirme.

Welche Platte müssen wir wohl auflegen, damit der Plattenspieler sein Geheimins preisgibt? © Overflow

Welche Platte müssen wir wohl auflegen, damit der Plattenspieler sein Geheimins preisgibt? © Overflow

Während viele Escape-Room-Spiele entweder keinen nachvollziehbaren roten Faden an ihre Puzzles angebracht haben oder zu sehr auf das Trial & Error – Prinzip setzen (lest diesbezüglich unseren Test zu Alcatraz: VR Escape Room), macht Abode hier alles richtig: Wir finden überall kleine Datenobjekte, die uns Hinweise geben. So geht der Spielfluss nicht verloren und wir werden nicht mit einer langwieriger Suche nach der Nadel im Heuhaufen bestraft.

Überlegen statt verzweifeln

Aber auch sonst sind die Rätsel sehr intuitiv gestaltet, mit etwas Überlegung kommen wir schnell hinter das Prinzip eines Puzzles und damit auch auf die Lösung. Die Erfolgsmomente – also das Lösen eines Rätsels oder seiner Teilbereiche – kommen regelmäßig vor, was Langeweile oder Frustration von vornherein verhindert. Ein großes Lob geht hier an die Entwickler für durchdachtes Puzzledesign.

Die Steuerung funktioniert überwiegend gut, spinnt aber manchmal herum, wenn wir beispielsweise Gegenstände von einer in die andere Hand nehmen wollen oder kleinere Gegenstände aus größeren herausnehmen wollen. Das könnte präziser und sauberer gelöst sein, selten scheint auch das Tracking nicht richtig mitzukommen, obwohl die Basisstationen freie Sicht auf die Vive-Controller haben (Hinweis: Abode kann auch mit den Oculus Touch Controllern gespielt werden).

Ein Inventar beinhaltet all unsere Sammelobjekte, die wir noch nicht verwendet haben. © Overflow

Ein Inventar beinhaltet all unsere Sammelobjekte, die wir noch nicht verwendet haben. © Overflow

Einfach stimmig

Grafisch ist Abode einfach gestaltet, hat aber scharfe Texturen und die Levelgestaltung ist absolut stimmig. Der Sound ist gelungen (sehr gut: Der Regen, der auf das Dachfenster prasselt!), hin und wieder wechseln die Geräusche aber nach einer Drehung abrupt auf die andere Kopfhörerseite. Übelkeit kann hier nicht auftreten, die Bewegung erfolgt über Room Scale oder Teleportation.

Abode ist ein absolut gelungener Escape Room mit ordentlichem Umfang, dessen Lösung nicht frustriert und nicht langweilt. Das Prinzip dieses Genres kann man kaum besser umsetzen.

Abode könnt ihr im Steam Store erwerben.

Das ist gut

  • clevere Rätsel
  • viele Hinweise
  • stimmiges Leveldesign

Das geht besser

  • kleinere Steuerungs-Bugs

Fazit

Klasse Escape-Room-Spiel, das durch frustfreie, clevere Rätsel und eine gute Hinweisstruktur glänzt.
8

VR-World Rating

Gameplay: 9
Grafik: 7
Sound: 7
Steuerung: 7
Immersion: 8
Umfang: 7

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